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Zeitung: Zypern sucht Hilfe bei Bank aus Tansania

News von LatestNews 1490 Tage zuvor (Redaktion)
Die zypriotische Regierung macht offenbar Geschäfte mit einer Bank aus Tansania, um bis Ende des Jahres zahlungsfähig zu bleiben. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe). Die tansanische Bank FBME hält zypriotische Staatsanleihen im Wert von 240 Millionen Euro die eigentlich am 4. November fällig gewesen wären.

Die Rückzahlung hätte dafür gesorgt, dass die zypriotische Regierung noch vor Jahresende zahlungsunfähig gewesen wäre. Das Institut hat die Anleihen allerdings inzwischen erneuert, so dass die zypriotische Regierung diese Schulden zunächst nicht zurückzahlen muss. Brisant ist, dass sich die afrikanische Bank gleichzeitig um eine Banklizenz in Zypern bemüht. Laut dem Oppositionspolitiker Averof Neophytou von der Partei DISY gilt die Lizenzvergabe bereits als ausgemachte Sache: "Wir hoffen, dass die Banklizenz keine Bedingung dafür war, dass die Staatsanleihen erneuert wurden", sagt Neophytou. Als übliche Praxis gilt, dass Institute, zunächst beim Gouverneur der Notenbank vorfühlen und sich nur offiziell um eine Lizenz bewerben, wenn sie die verbale Zusage haben. FBME steht für Federal Bank of the Middle East; diesen Namen trug die Bank bis zum Jahr 2005. Gegründet wurde sie 1983 auf Zypern, später verlegte sie ihren Hauptsitz zuerst auf die Cayman Inseln und dann nach Tansania. Das Land gehört zu den 17 Staaten auf der schwarzen Liste der OECD, die den internationalen Kampf gegen die Geldwäsche und Terrorfinanzierung nicht unterstützen. Bereits heute hat die FBME auf Zypern eine Zweigstelle und eine Tochtergesellschaft für Kartentransaktionen. Diese Zweigstelle der FBME ist derzeit in einen italienischen Polit-Skandal involviert: Der Schatzmeister der Regionalparty Lega Nord, Francesco Belsito, hat offenbar die zypriotische FBME-Zweigstelle genutzt, um zehn Millionen Euro nach Tansania zu schleusen. Die italienische Finanzpolizei ermittelt gegen Belsito wegen Betrugs, Bestechung und Geldwäsche.

© dts Nachrichtenagentur





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