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Zeitung: Opel streicht in Bochum deutlich weniger Stellen als geplant

News von LatestNews 2232 Tage zuvor (Redaktion)

Opel
© dts Nachrichtenagentur
Der Personalabbau im Werk Bochum der General-Motors-Tochter Opel fällt nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) deutlich geringer aus als befürchtet. "Wir sprechen derzeit noch davon, dass rund 800 bis 900 Stellen wegfallen müssen", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person der Zeitung. Ursprünglich hatte das Opel-Management den Abbau von 1.200 Arbeitsplätzen angepeilt.

Derzeit wird in einer Einigungsstelle über Details der Jobstreichungen verhandelt. Die Parteien wollen bis Anfang Juni ein unterschriftsreifes Ergebnis vorlegen, bis dahin ist Stillschweigen vereinbart worden. Offensichtlich müssen die verbleibenden Mitarbeiter nicht damit rechnen, weitere Zugeständnisse machen zu müssen. "Allerdings wird Opel darauf bestehen, dass es betriebsbedingte Kündigungen geben könne, wenn die Zahl der Arbeitsplätze, die wegfallen soll, nicht durch freiwilliges Ausscheiden erreicht wird", heißt es aus Verhandlungskreisen. In der Einigungsstelle werden derzeit mehrere Maßnahmen diskutiert, einen Teil der Belegschaft zum freiwilligen Ausscheiden zu motivieren. Für ältere Jahrgänge, die noch zu jung für Altersteilzeit sind, über Kurzarbeit und einen Transfergesellschaft in den Vorruhestand zu gehen. "Noch gibt es in der Frage keine endgültige Entscheidung", sagte einer der Verhandlungsteilnehmer. Ursache dafür, dass das Opel-Management bereit ist, weniger Stellen zu streichen als geplant, ist neben der steigenden Nachfrage angeblich auch die Erkenntnis, dass der Konzern auf das Getriebewerk in Bochum langfristig nicht verzichten kann. In diesem Werk werden vor allem Getriebe für kleinere Modelle produziert - und von denen erhofft sich die GM-Tochter in den kommenden einen weiteren Schub, weil sie sparsamer im Verbrauch sind. Allein der dauerhafte Erhalt des Getriebewerkes wurde bis zu 400 Arbeitsplätze in Bochum sichern. Das Unternehmen und der Betriebsrat wollten sich zum Stand der Verhandlungen nicht äußern.

© dts Nachrichtenagentur





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