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Zeitung: Netzbetreiber erwarten drastischen Anstieg der Umlage für erneuerbare Energien

News von LatestNews 1690 Tage zuvor (Redaktion)

Hochspannungsleitung
© dts Nachrichtenagentur
Die Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energien wird im kommenden Jahr drastisch steigen. Man stelle sich auf eine Spanne "zwischen 4,8 bis 5,2 Cent" je Kilowattstunde Strom ein, beruft sich das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) auf Informationen aus dem Umfeld der Übertragungsnetzbetreiber. Derzeit beträgt die Umlage 3,59 Cent.

Eine Erhöhung auf 4,8 Cent entspräche einem Anstieg um 33 Prozent. Damit würde sich die kumulierte Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage von 13 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erneut stark erhöhen. Die Umlage wird von allen Stromverbrauchern gezahlt. Ausnahmen gelten für große Verbraucher aus der Industrie. Die Übertragungsnetzbetreiber, die die Höhe der Umlage ermitteln, bestätigten die Zahlen auf Anfrage nicht. Sie verwiesen darauf, dass die Festlegung der Umlage für 2012 erst im Oktober ansteht. Allerdings arbeiten die Unternehmen an Schätzungen: Man nehme derzeit "neue Berechnungen auf Grundlage der geänderten Rahmenbedingungen vor, um schon vor dem Sommer zu wissen, wohin die Reise geht", hieß es etwa beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Es bestehe "erheblicher Druck", die Umlage zu erhöhen. Gründe dafür seien etwa der rasche Zubau der Photovoltaik, die hohe Windenergieeinspeisung in den vergangenen Monaten sowie das Marktprämienmodell, das zum Jahreswechsel eingeführt wurde. Es honoriert den Versuch von Anlagenbetreibern, den produzierten Strom selbst zu vermarkten statt die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu kassieren. Allerdings wird der Versuch mit einer Managementprämie belohnt, die die Kosten weiter in die Höhe treibt. Ein starker Anstieg der EEG-Umlage würde die Bundesregierung in Bedrängnis bringen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Mitte vergangenen Jahres im Zusammenhang mit den Beschlüssen zur Energiewende zugesagt, die EEG-Umlage würde auf Dauer den Wert von 3,6 Cent nicht überschreiten. Die Entwicklung der EEG-Kosten dürfte auch eines der Themen bei der Gründung der "Plattform Erneuerbare Energien" sein, zu der Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Mittwoch Vertreter der Branche der erneuerbaren Energien, von Bund, Ländern, Städten und Kommunen, Netzbetreibern und der konventionellen Energiewirtschaft einlädt. Zentrale Aufgabe der neuen Plattform soll die Verzahnung der Planungen für den Netzausbau mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, die Marktintegration der erneuerbaren Energien und ihr Zusammenwirken mit den konventionellen Energieträgern sein.

© dts Nachrichtenagentur





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