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Zeitung: Bundesweit fehlen etwa 30.000 Kita-Plätze mehr als bisher bekannt

News von LatestNews 2037 Tage zuvor (Redaktion)

Mutter mit Kinderwagen
© dts Nachrichtenagentur
Bundesweit fehlen etwa 30.000 Kita-Plätze mehr als bisher bekannt. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" geht das Bundesfamilienministerium davon aus, dass Mitte 2013 rund 780.000 und nicht, wie bisher angenommen, 750.000 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren bereit gestellt werden müssen, damit die Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gewährleisten können. Diese zusätzliche Lücke ist offenbar der Grund dafür, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel vor wenigen Tagen ankündigte, noch mehr Geld aus dem Bundeshaushalt als die bisher geplanten vier Milliarden Euro in den Krippenausbau zu stecken.

Die Zahlen gehen aus aktuellen Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Dessen 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung besagt, dass es in Deutschland insgesamt knapp 1,97 Millionen unter Dreijährige gibt und damit deutlich mehr als bei der Berechnung des Bedarfs vor rund vier Jahren. Demnach fehlen bundesweit nach aktuellem Stand nicht 230.000 Kita-Plätze, sondern 260.000. Die Regierung geht davon aus, dass im bundesweiten Durchschnitt 39,84 Prozent der Eltern unter Dreijähriger eine Betreuung in Anspruch nehmen wollen. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sagte auf Anfrage: "Ich betone nicht ohne Grund seit Wochen, dass das vor uns liegende Jahr zum Jahr des Kita-Ausbaus werden muss." Das Bundesfamilienministerium bestätigt die Zahl von 780.000 benötigten Krippenplätzen nicht offiziell, signalisierte jedoch, man halte die Schätzung für plausibel. Auch der Städte- und Gemeindebund rechnet mit einer höheren Zahl als zuerst angenommen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg zufolge fehlen "noch weit über 200.000 Kita-Plätze, um der vom Ministerium zugrunde gelegten Erwartung, dass für rund 39 Prozent der Unter-Dreijährigen ein Anspruch auf einen Kita-Platz angemeldet wird, nachzukommen", sagte er der "Welt". Wegen der Unwägbarkeiten bei der Planung des Bedarfs könnten es Landsberg zufolge "auch noch viel mehr werden". Kristina Schröder will am 30. Mai im Bundeskabinett einen Zehn-Punkte-Plan vorstellen, der den Krippenausbau beschleunigen soll. Diese Initiative wird sich unter anderem darauf konzentrieren, den Einsatz von Tagesmüttern zu erleichtern und den Städten und Gemeinden möglicherweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau zinsgünstige Kredite für Finanzierungsmaßnahmen im Bereich der Kinderbetreuung oder auf andere Weise Hilfe zu gewähren, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Der "Zehn-Punkte-Plan" werde sich auch an einem Aktionsplan mit zehn Punkten orientieren, den der Städte- und Gemeindebund Ende März vorgestellt hatte. "Wir begrüßen das sehr", sagte er.

© dts Nachrichtenagentur





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