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Zeitung: Bundesbank erteilt Axel Weber Erlaubnis für UBS-Beratertätigkeit

News von LatestNews 1867 Tage zuvor (Redaktion)

Logo der Schweizer Großbank UBS
© Alex E. Proimos, über dts Nachrichtenagentur
Die Deutsche Bundesbank hat ihrem früheren Präsidenten Axel Weber die Genehmigung erteilt, künftig als Berater für die UBS tätig sein zu dürfen - allerdings erst ab 1. Februar 2012. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" in ihrer Mittwochausgabe. In einer Stellungnahme der Bundesbank, die der Zeitung vorliegt, heißt es: "Der Vorstand der Bundesbank hat einem von ihrem ehemaligen Präsidenten Axel Weber ab Februar 2012 in Aussicht genommenen Mandat als Berater der UBS (...) zugestimmt." Eine solche Zustimmung war nach Webers Vertrag mit der Bundesbank erforderlich.

Die Stellungnahme soll Weber vor einigen Tagen zugegangen sein. Die Währungshüter knüpfen an den Weber-Wechsel klare Bedingungen: "Bei nachfolgenden Tätigkeiten ist auf die Interessen der Bundesbank Rücksicht zu nehmen", heißt es in der Stellungnahme. "Weiter darf das Ansehen der Bundesbank nicht beschädigt und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Bundesbank nicht beeinträchtigt werden; Interessenkonflikte sind zu vermeiden." Dass der Pfälzer nur wenige Monate nach seinem Rückritt als Bundesbank-Präsident der UBS bei der Suche nach einem neuen Chef mit Rat und Tag zur Seite stand und den Antrag für eine Beratertätigkeit gestellt hat, hat man in der Notenbank mit wenig Verständnis zur Kenntnis genommen. "Er hat uns vor eine unglückliche Entscheidung gestellt", sagte ein Bundesbanker der "Welt". Rechtlich hätte die Bundesbank aber keine große Handhabe gegen Webers Antrag gehabt. "Wir hätten es allerdings besser gefunden, Weber hätte sich so kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Amt etwas ruhiger verhalten." Kritik an Weber übte auch der finanzpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Gerhard Schick. "Aus seiner Zeit als Bundesbankchef nimmt Axel Weber sensible Insider-Informationen über die deutsche Konkurrenz mit zu seiner künftigen UBS-Beratertätigkeit", sagte Schick. Schließlich habe die Bundesbank als Finanzaufsicht und Krisenmanager wichtige Einblicke in Geschäftsgeheimnisse von deutschen Banken erhalten. "Insofern ist nicht auszuschließen, dass Webers Wechsel zum Schaden des Finanzplatzes Deutschland sein wird. Besser wäre deshalb eine Karenzzeit von drei Jahren gewesen." Aus der Europäischen Zentralbank (EZB) hieß es, die Bank habe Webers Antrag geprüft. Der Stellungnahme der Bundesbank sei nichts hinzuzufügen. Die UBS wollte keinen Kommentar abgeben. Weber selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

© dts Nachrichtenagentur





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