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ZDF-Moma-Chef nimmt Hayali gegen AfD-Chefin Petry in Schutz

News von LatestNews 166 Tage zuvor (Redaktion)

Dunja Hayali
© über dts Nachrichtenagentur
Der Redaktionsleiter des ZDF-"Morgenmagazins", Thomas Fuhrmann, hat Moderatorin Dunja Hayali gegen Vorwürfe in Schutz genommen: AfD-Chefin Frauke Petry hatte ihre mehrmalige Absage an das Moma damit begründet, dass Hayali eine "Politaktivistin" sei, der das ZDF ein breites öffentliches Forum biete. "Ich halte diesen Vorwurf für abwegig, um es höflich auszudrücken", sagte Fuhrmann dem "Stern" in einem Interview. "Dunja Hayali engagiert sich seit Jahren gegen Rassismus. Gegen Rassismus müsste eigentlich auch Frau Petry sein."

Fuhrmann wies auch Petrys indirekte Aufforderung zurück, Hayali zu entlassen. "Das will ich gar nicht weiter kommentieren", sagte Fuhrmann. "Dunja Hayali ist und bleibt ein geschätztes Teammitglied. Punkt." Das ZDF-Moma hatte drei Mal erfolglos bei Petry um ein Interview angefragt. Nach einer Zusage am Sonntag der Landtagswahlen war Petry am folgenden Montagmorgen nicht im Studio erschienen. Ihr Pressesprecher erklärte dies mit Hacker-Attacken, die es unmöglich gemacht hätten, Mails abzurufen. Die Anfrage war jedoch laut Fuhrmann per SMS und Telefon gelaufen. Später erklärte Petry ihre Absagen mit ihrer Kritik an Hayali. Auf die Frage, wie das ZDF das Spannungsverhältnis zwischen privatem politischem Engagement und journalistischer Arbeit sehe, antwortete Fuhrmann: "Jeder Journalist hat auch die Möglichkeit, sich privat gesellschaftspolitisch zu engagieren. Und ich habe absolut kein Verständnis dafür, wenn sich jemand, der sich gegen Rassismus einsetzt, dafür rechtfertigen muss. Das ist verkehrte Welt." Er habe, sagte Fuhrmann dem "Stern", in seinen 20 Berufsjahren eine derartige Attacke aus dem politischen Raum gegen eine Moderatorin noch nicht erlebt. Gleichwohl sei das ZDF-Moma weiter an einer sachlichen Berichterstattung über die AfD und ihr Personal interessiert. Es werde auch künftig bei Petry anfragen, wenn es redaktionell geboten sei.

© dts Nachrichtenagentur





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