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Zahl der Betrugsfälle bei Versicherungen steigt

News von LatestNews 1272 Tage zuvor (Redaktion)
Der Versicherungsbetrug hat in den vergangenen drei Jahren in Europa deutlich zugenommen. Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Accenture hervor, die der "Welt" exklusiv vorliegt. Demnach berichten mehr als zwei Drittel der befragten Sach- und Haftpflichtversicherer von einer spürbaren Zunahme der Betrugsfälle.

So sei deren Anzahl im Durchschnitt um etwa zehn Prozent gestiegen. "Versicherungsbetrug bei europäischen Sach- und Haftpflichtversicherungen ist einer der größten Treiber für zu hohe Schadenskosten", sagt Thomas Meyer, Leiter der Versicherungspraxis in Europa, Afrika und Lateinamerika bei Accenture und Hauptautor der Studie. Der jährliche Schaden für europäische Versicherer liege jährlich zwischen acht und zwölf Milliarden Euro, heißt es in der Studie. Einer der Leidtragenden ist der deutsche Erstversicherer Ergo. "Grundsätzlich vertrauen wir unseren Kunden", sagt eine Sprecherin der "Welt". "Dennoch gibt es immer wieder Fälle, in denen Kunden versuchen, sich zu Unrecht zu bereichern." Nicht selten würden Autounfälle provoziert, zum Teil sogar durch Verwicklung Unschuldiger. Dabei handele es sich um organisierten Betrug, heißt es bei Ergo. Auch der Branchenprimus Allianz ist vom Versicherungsbetrug betroffen. "Es ist zu beobachten, dass die Anzahl der kriminellen Handlungen definitiv nicht rückläufig ist", sagt eine Sprecherin. Betrugsfälle kämen sowohl bei Sachversicherungen als auch bei Lebens- und Krankenversicherung vor. "Vom vorgetäuschten Kfz-Diebstahl, über Falschangaben bei Wohnungseinbrüchen, fingierten Krankentagegeldfällen und provozierten Verkehrsunfällen bis hin zum Betrug bei Hypothekendarlehen sind alle denkbaren Betrugsvarianten vertreten." Grund für den Anstieg der Betrugsfälle in den vergangenen drei Jahren sind laut Accenture eine veraltete Technik der Versicherer und unzureichende Analyse. So geben 55 Prozent der Schadenchefs führender europäischer Anbieter an, dass ihre verwendeten Systeme für das Schadensmanagement zehn Jahre oder älter sind - und äußerst kompliziert: 40 Prozent der Befragten müssen bei der Schadensregulierung auf mehr als fünf verschiedene Anwendungen zurückgreifen.

© dts Nachrichtenagentur





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