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Westerwelle und Murphy sehen Freundschaft zu den USA durch Abhöraffäre nicht gefährdet

News von LatestNews 1248 Tage zuvor (Redaktion)

Barack Obama mit Guido Westerwelle und dem US-Botschafter Philip D. Murphy
© über dts Nachrichtenagentur
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und der Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland, Philip D. Murphy ,sehen die deutsch-amerikanische Freundschaft trotz der Abhöraffäre nicht gefährdet. Westerwelle sagte "Bild am Sonntag": "Die Vereinigten Staaten von Amerika waren, sind und bleiben unsere engsten Verbündeten und Freunde außerhalb Europas. Und wir werden es gemeinsam schaffen, dass sich die dunklen Wolken der Abhöraffäre wieder am Himmel verziehen."

Der scheidende Botschafter Murphy sieht das ähnlich. Er sagte "Bild am Sonntag": "Die letzten Tage sind kompliziert, aber ich bin zuversichtlich, dass wir da gut durchkommen. Bis auf höchste Ebene verstehen wir, dass es eine Frage des Vertrauens ist, das wir wieder herstellen müssen und auch werden." Er habe in seinen vier Jahren in Deutschland keinen Antiamerikanismus erlebt, so Murphy. "Barack Obama wird hier geliebt. Er wünschte, er hätte eine solche Unterstützung wie in Deutschland auch in Amerika." Darüber hinaus sieht der US-Botschafter Deutschland in einer besonders privilegierten Stellung: "Deutschland ist einer unserer besten Verbündeten auf der ganzen Welt, wenn nicht sogar der beste. Ich würde sagen, in jedem Fall Nummer eins oder zwei. Denken Sie nur an die deutsche Unterstützung in Afghanistan auch über 2014 hinaus. Denken Sie an unsere großen Stützpunkte hier in Deutschland und die Gastfreundschaft Ihres Landes." Murphy äußerte zugleich Verständnis für den Unmut in Deutschland über die Abhöraffäre: "Ich kann absolut nachvollziehen, dass die Deutschen vor dem Hintergrund ihrer Geschichte besonders sensibel sind, was Datenschutz betrifft." Die geschichtlichen Erfahrungen Amerikas und Deutschlands seien sicher unterschiedlich, so Murphy, aber auch die Amerikaner kümmerten sich mit Leidenschaft um die Bürgerrechte. Dennoch stellte Außenminister Westerwelle klar, dass das Abhören von Freunden ein schwerwiegender Vorgang wäre, den man nicht hinnehmen werde. "Sollten sich diese Berichte bewahrheiten, wäre das ein ernster Schatten über den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Aber ich finde es völlig unangemessen, wie einige auf dieser Affäre ihr parteipolitisches und antiamerikanisches Süppchen kochen." Westerwelle lobte in diesem Zusammenhang US-Präsident Barack Obama: "Präsident Obama hat sich ja gerade erst bei seinem Besuch in Berlin zu einer vernünftigen Balance zwischen Sicherheitsinteressen und dem Schutz der Privatsphäre bekannt. Das ist der richtige politische Kompass. Ob diesem Kompass in seiner Administration oder bei den amerikanischen Geheimdiensten alle gefolgt sind, kann ich jetzt noch nicht beurteilen."

© dts Nachrichtenagentur





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