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Welthungerhilfe bekennt sich zu weiterem Hilfseinsatz in Afghanistan

News von LatestNews 2008 Tage zuvor (Redaktion)
Die Deutsche Welthungerhilfe, die trotz zunehmender Gewalt an ihrer Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan festhält, sieht sich durch die jüngste Entwicklung in ihrer Ansicht bestätigt, dass erst nach Ende der militärischen Auseinandersetzungen die eigentliche Aufbauarbeit Erfolg haben könne. Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, sagte in einem Gespräch mit der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag-Ausgabe): "Wir werden länger in Afghanistan bleiben als die Bundeswehr. Afghanistan zeigt, dass Entwicklung nicht allein über militärische Auseinandersetzungen zu gewinnen ist."

Für ihre Organisation, die in der Provinz Nangarhar ein Vorzeigeprojekt ins Leben gerufen hat, das Bauern beim Anbau von Rosen und bei der Herstellung von Rosenöl unterstützt, sei das Ende der Unterstützungsarbeit dann erreicht, "wenn das Leben unserer Mitarbeiter in besonderer Weise gefährdet ist". Das sei momentan in Afghanistan nicht so, trotz aller schmerzhaften Vorkommnisse. "Die eigentliche Arbeit der Entwicklungsorganisationen wird aber erst einsetzen nach Ende der militärischen Auseinandersetzungen. Deshalb werden wir in Afghanistan bleiben", sagte Frau Dieckmann. Alle hätten geglaubt, dass der militärische Einsatz nach kurzer Zeit beendet ist. "Aber durch diese Erfahrung hat sich eher der Eindruck verstärkt, dass es nur mit ziviler Zusammenarbeit möglich ist, Entwicklung zu fördern." Die Deutsche Welthungerhilfe ist eine private, gemeinnützige, politisch und konfessionell unabhängige Hilfsorganisation und arbeitet unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Sie hat seit ihrer Gründung 1962 rund 5.500 Projekte in mehr als 70 Ländern mit 1,9 Milliarden Euro gefördert. Finanziert wird ihre Arbeit aus privaten Spenden und öffentlichen Zuschüssen zum Beispiel. aus dem Welternährungsprogramm, von der EU oder der Bundesregierung. Vor dem Hintergrund der Energiewende in Deutschland weg vom Atom kündigte die Präsidentin der Hilfsorganisation verstärkte Konzentration der Entwicklungsaktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien an. "Es gibt viele Regionen, in denen es auf absehbare Zeit niemals eine zentrale Energieversorgung geben wird." Erneuerbare Energien, Solarenergie, Windenergie seien dezentrale Energien und besonders geeignet für die Entwicklungsländer. "Wir werden als Welthungerhilfe - und ich wünsche mir dies auch für alle mit der Entwicklungszusammenarbeit befassten Organisationen - verstärkt investieren in den Einsatz erneuerbarer Energien." Das sei oft insbesondere die Solarenergie. Frau Dieckmann verwies darauf, dass "40 Prozent der Ernteerträge verderben, weil es keine Energie zur sachgerechten Ernte-Lagerung gibt". Lobend äußerte sich die Präsidentin über die Zwischenbilanz des Bundesentwicklungsministers Dirk Niebel von der FDP. "Der Minister hat versucht, sich ganz stark einzuarbeiten. Er hat auch einige neue Aspekte aufgegriffen." Er habe mit dem Eindruck begonnen, er wolle das Ministerium abschaffen. "Jetzt hat man den Eindruck, die Arbeit macht ihm sogar Freude. Es wird mehr über Entwicklungszusammenarbeit gesprochen", zeigte sich Frau Dieckmann zufrieden.

© dts Nachrichtenagentur





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