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Wehrbeauftragter fordert Verbesserungen der "Gorch Fock"-Ausbildung

News von LatestNews 2046 Tage zuvor (Redaktion)

Segelschulschiff "Gorch Fock"
© dts Nachrichtenagentur
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat sein Vorgehen im Zuge der jüngsten Affären auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" verteidigt. "Ich habe meine gesetzliche Informationspflicht gegenüber dem Parlament erfüllt, nicht mehr und nicht weniger", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). So werde "zu Unrecht kritisiert, der Wehrbeauftragte habe sich nur um die Beschwerdeführer gekümmert. Darauf sage ich: Ja, denn das ist meine Aufgabe. So steht es im Gesetz. Ich bekomme rund 6.000 Eingaben pro Jahr. Wenn auf einem Schiff 250 Soldaten sagen, es ist alles in Ordnung, und vier sagen, ich bin in meinen Rechten verletzt worden, dann habe ich diesen vier Beschwerden nachzugehen."

Königshaus hatte im Januar in einem Bericht an den Verteidigungsausschuss des Bundestages von Klagen über Drill und Schikane an Bord des Schiffes berichtet. Die Deutsche Marine war später in einem vom Verteidigungsministerium allerdings monierten Bericht zu dem Ergebnis gekommen, auf dem Schiff sei alles in Ordnung gewesen, obwohl dort innerhalb von zwei Jahren zwei jungen Kadettinnen aus nicht geklärten Gründen umkamen. Der Wehrbeauftragte beharrte gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" zudem weiter darauf, dass es "Verbesserungsmöglichkeiten" bei der Sicherheit, der Befehlslage und bei bestimmten Ritualen an Bord gebe. So sei es nicht nötig, Offiziersanwärter nachts aufentern zu lassen. Auch müssten Rettungswesten mit GPS-fähigen Transpondern ausgestattet sein. "Wie nötig das ist, zeigt spätestens der Tod einer Offiziersanwärterin, die 2008 über Bord ging und dabei umkam." Angesichts der Tatsache, dass männliche Kadetten auf der "Gorch Fock" demonstrativ weibliche Slips an eine Wäscheleine hängten, die sie beim Landgang "erbeutet" hatten, erklärte Königshaus: "Das mag ja mal Tradition gewesen sein. Aber wir haben heute auch weibliche Mitglieder an Bord. Und die fühlen sich durch so etwas gestört und haben das entsprechend kritisiert. So etwas hat auf einem Schiff der Deutschen Marine nichts zu suchen."

© dts Nachrichtenagentur





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