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Waigel, Eichel und Steinbrück gratulieren Schäuble

News von LatestNews 1005 Tage zuvor (Redaktion)

Wolfgang Schäuble
© über dts Nachrichtenagentur
Die früheren Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU), Hans Eichel und Peer Steinbrück (beide SPD) haben ihrem Nachfolger Wolfgang Schäuble (CDU) zum ersten ausgeglichenen Bundeshaushalt seit fast 50 Jahren gratuliert. "Ein Haushalt ohne neue Schulden - das ist der Traum jedes Finanzministers", sagte Eichel der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe). Unabhängig von der Parteizugehörigkeit habe er Schäuble gewünscht, dass er es schaffe.

"Ich freu` mich für ihn", erklärte Eichel. Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch Schäubles Haushaltsentwurf für 2015 verabschieden. Letztmals war die Regierung 1969 ohne neue Kredite ausgekommen. Waigel scherzte, er von allen früheren Amtskollegen die beste Entschuldigung dafür, dass er selbst einen solchen Erfolg nie hinbekommen habe. "Ich hätte 1990 und 1991 einen ausgeglichenen Haushalt geschafft - habe mich dann aber doch dagegen entschieden, dafür die Wiedervereinigung abzusagen", sagte er. Er gratuliere Schäuble zudem nicht nur zur niedrigsten Nettokreditaufnahme, sondern auch dazu, dass der amtierende Minister im Jahr 2010 die höchste Neuverschuldung aller Zeiten verbucht habe. Diese zweifelhafte Privileg habe nämlich bisher er, Waigel, genossen. "Jetzt ist Wolfgang Schäuble der Rekordhalter in allen Disziplinen und wird in jeder Haushaltsstory erwähnt werden - und nicht mehr ich", erklärte der Ex-Minister. "Zum Dank habe ich ihm eine schöne Flasche Wein geschickt." Den meisten Finanzministern in Deutschland sei es wie Moses ergangen: "Sie durften das gelobte Land sehen, es aber nicht betreten", sagte Waigel. "Ich hoffe sehr, dass Wolfgang Schäuble nicht auch auf dem Berg Sinai stecken bleibt." Ähnlich äußerte sich Steinbrück. "Jeder Finanzminister war und ist auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Haushalt auf günstige Rahmenbedingungen angewiesen", sagte er. "Ich wünsche Herrn Schäuble - und damit auch uns -, dass er darauf weiter bauen kann."

© dts Nachrichtenagentur





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