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Wahlforscher halten Einzug der AfD in den Bundestag für möglich

News von LatestNews 1224 Tage zuvor (Redaktion)

Abstimmung auf dem Gründungsparteitag der "Alternative für Deutschland" am 14.04.2013
© über dts Nachrichtenagentur
Deutschlands führende Meinungsforschungsinstitute halten es für möglich, dass die Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag den Sprung in den Bundestag schafft. Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner sagte "Bild am Sonntag": "2 bis 3 Prozent der Wähler sind eingefleischte Anhänger der AfD, die den Euro satt haben. Dazu kommen rund 5 Prozent Protestwähler, die mit dem politischen System unzufrieden sind und einer Partei ihre Stimme geben, die den Etablierten den meisten Ärger macht. Wenn nur die Hälfte davon AfD wählt, ist sie im Bundestag."

Auch Forsa Chef Manfred Güllner hält einen Einzug der AfD in den Bundestag für möglich: "Als reine Anti-Euro-Partei hatte sie keine Chance. Jetzt bedient die AfD aber ein rechtspopulistisches Potenzial, das latent in Deutschland immer vorhanden ist. Das könnte ihr über die 5-Prozent-Hürde helfen. Unser Problem ist: Ein Teil dieser Wähler lässt sich von Meinungsforschern gar nicht erst befragen, weil wir in deren Augen zur Manipulationsmaschine aus Politik und Medien dazu gehören." Nach Ansicht von Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen lässt sich das Wählerpotential der AfD erst kurz vor der Wahl einschätzen: "Protestparteien wie die AfD legen erst am Schluss zu, wenn sie zulegen. Deshalb können wir erst bei unserer Umfrage nächsten Donnerstag absehen, ob die AfD eine realistische Chancen hat." Im aktuellen Sonntagstrend von Emnid und "Bild am Sonntag" kann die AfD in dieser Woche um einen Prozentpunkt auf 4 Prozent zulegen. Den Einzug der FDP halten die Meinungsforscher keineswegs für sicher. Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen: "Die FDP ist keinesfalls sicher drin. Wir werden nach der Bayernwahl große Fragezeichen erleben. Wenn sie dort aus dem Landtag fliegt, kann es sein, dass taktische Unionswähler mit ihren Stimmen bei der Bundestagswahl die FDP über die 5-Prozent-Hürde heben. Es könnte aber auch dazu führen, dass die potenziellen Wähler auf Bundesebene Angst bekommen, ihre Stimme zu verschenken." Ähnlich sieht es Infratest-Chef Richard Hilmer: "Im ARD-Deutschlandtrend kam die FDP zuletzt konstant auf 5 Prozent, was unter Berücksichtigung der statistischen Fehlertoleranz einem Anteilswert von 4 bis 6 Prozent entspricht. Also sicher ist ihr Einzug keineswegs."

© dts Nachrichtenagentur





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