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Wer auf Autos und Action auf der großen Leinwand steht, hat von der Oscar Verleihung 2013 nicht viel zu erwarten. In keiner der Produktionen, die für den besten Film nominiert wurden, gibt es auch nur eine vernünftige Verfolgungsjagd mit dem Auto oder ein in die Luft fliegendes Fahrzeug. Als kleines Trostpflaster gibt es hier ein paar tollkühne Fakten über andere Filme, die ein wenig rasantere Unterhaltung zu bieten hatten.

In The Italian Job (2003) gerieten die Golddiebe mit ihren Autos bis tief in das U-Bahn System von LA. Da dort aber eigentlich keine mit Benzin betriebenen Fahrzeuge erlaubt sind, wurden für die Szenen im Untergrund zwei Elektrofahrzeuge von den Produzenten entwickelt, die rein optisch und akustisch identisch mit den Minis waren, die für den restlichen Film genutzt wurden.

In der Musikkomödie Blues Brothers (1980) stürzte ein von Nazis gefahrener Kombi aus schwindelerregender Höhe von einer Brücke seinem Schicksal entgegen. Für diese Szene mussten die Macher des Films zunächst die Erlaubnis der US Bundesbehörde für die zivile Luftfahrt einholen und sich bescheinigen lassen, dass das Auto nicht flugtauglich ist und in einer geraden Linie ohne davon abzuweichen nach unten fallen würde, wenn es aus einer solchen Höhe abgeworfen wird.

Eine besonders tiefgehende Verfolgungsjagd gab es in Brennpunkt Brooklyn (1971). Die Szene, die aus dem Auto des heldenhaften Kriminalbeamten heraus gefilmt werden musste, war angeblich so gefährlich, dass alle Kameramänner mit Frauen und Kindern sich weigerten, den Job zu übernehmen. So musste Regisseur William Friedkin selbst ran und die Actionszene mit Gurten festgebunden und einer Handkamera vom Rücksitz des Wagens aus filmen.

Leben und Sterben in L.A. (1985) zeigt eine Szene, in der ein von William Petersen gespielter Geheimagent hinter dem Steuer eines Chevy Impala F41 sitzt und in eine Verfolgungsjagd verwickelt ist. Es dauerte insgesamt sechs Wochen, bis die Szene im Kasten war. Sie wurde als so riskant eingestuft, dass sie als allerletzte gefilmt wurde, damit der Großteil des Films schon abgefilmt wäre, sollte den Hauptdarstellern etwas passieren.

Der Höhepunkt des Films Duell (1971) zeigt das Ende einer Teufelsfahrt mit einem Lastwagen, der über ein Kliff stürzt. Regisseur Steven Spielberg musste für diese Szene sicherstellen, dass das Fahrzeug geradeaus fährt, auch ohne Fahrer. Als das dafür benötigte Gerät ausfiel, blieb der Stuntfahrer – der noch für einen anderen Film am nächsten Tag gebucht war und keine Verspätung riskieren wollte, sollte die Szene noch einmal gefilmt werden müssen – am Steuer und sprang erst im letztmöglichen Moment ab.

Vielleicht sind in Zeiten von CGI die Jahre vorbei, in denen die Stars und das Team Kopf und Kragen riskierten, um die aufregendsten Szenen zu produzieren. Dennoch haben Filme wie der neue James Bond Thriller Skyfall noch immer die Begabung, den Puls des Zuschauers zum Rasen zu bringen, was den bodenständigeren Produktionen fehlt. Das sollte sich die Jury bei den Oscars einmal durch den Kopf gehen lassen…





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