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Wagenknecht: Märkte in bestimmten Bereichen unersetzlich

News von LatestNews 1027 Tage zuvor (Redaktion)

Sahra Wagenknecht
© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde, Text: über dts Nachrichtenagentur
Sahra Wagenknecht, stellvertretende Parteivorsitzende der Partei "Die Linke", hat sich im Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe) zur Marktwirtschaft bekannt: "Märkte sind in bestimmten Bereichen unersetzlich", sagte Wagenknecht. Sie fügte aber hinzu, dass Märkte in manchen Bereichen, wie dem Finanzsektor, nicht funktionierten. In Bezug auf die Thesen des früheren CDU-Bundeswirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard sagte Wagenknecht, "ich glaube, dass sein Anspruch, `Wohlstand für alle` zu schaffen, Märkte Regeln zu unterwerfen und Wirtschaftsmacht zu beschneiden, richtig war."

Weiter sagte sie, es sei "ein originär linkes Ziel, Wohlstand für alle zu erreichen". Den Wandel ihrer politischen Ansichten erklärte die einstige Wortführerin der Kommunistischen Plattform damit, dass sie sich im Zuge ihrer Dissertation "tiefer in die Materie eingearbeitet" habe. "Früher dachte ich, dass eine Verstaatlichung der gesamten Wirtschaft sinnvoll ist." Der Grund, warum sie das heute anders sehe, sei "schlicht die Erfahrung". Mit Blick auf aktuelle Tarifverhandlungen und Lohnforderungen der Gewerkschaften sagte Wagenknecht, die Löhne müssten "kräftig steigen". Diese hätten sich in den vergangenen 15 Jahren schlecht entwickelt, "in vielen Jahren lag die Lohnsteigerung sogar unter der Inflationsrate. Der Verteilungsspielraum wurde außer 2012 nie ausgeschöpft." Vor dem Europaparteitag der Linken, der an diesem Wochenende in Hamburg stattfindet, bekräftigte Wagenknecht zudem ihre Kritik am Euro. Man müsse "konstatieren, dass die Währungsunion so, wie sie jetzt ist, nicht funktioniert". Sie plädiert für "europäische Regeln, die alle Länder nicht nur zu bestimmten Steuern verpflichten, sondern auch dafür sorgen, dass die Löhne überall mindestens entsprechend der Produktivität steigen". Ohne eine Koordination "wird die Währungsunion früher oder später auseinanderfliegen. Dann werden Länder, die dem Wettbewerbsdruck nicht gewachsen sind, ausscheiden."

© dts Nachrichtenagentur





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