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Von der Leyen schließt Extra-Hilfen für Umschulungen von Schlecker-Mitarbeitern aus

News von LatestNews 1616 Tage zuvor (Redaktion)

Ursula von der Leyen
© dts Nachrichtenagentur
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) schließt Extra-Hilfen für die Umschulungen von ehemaligen Schlecker-Mitarbeitern aus. "Von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen zu vermitteln oder umzuschulen, ist das Kerngeschäft der Bundesagentur für Arbeit. Dafür stehen jedes Jahr Milliarden Euro zur Verfügung. Ein Extraprogramm für Schlecker ist nicht geplant", sagte von der Leyen der "Welt am Sonntag".

Die Gewerkschaft Verdi hatte solche Hilfen gefordert. Jedem Arbeitssuchenden stehe die Palette aller Angebote der Arbeitsagentur offen. "Das gilt genauso für eine Schlecker-Mitarbeiterin wie für einen ehemaligen Opel-Mitarbeiter." Von der Leyen zufolge haben die ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter "gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die meisten Frauen sind qualifiziert und haben noch mehrere Jahrzehnte Arbeitsleben vor sich. 70 Prozent haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, und die Mehrzahl von ihnen hat Vollzeit gearbeitet. Das heißt, dass das gestandene Frauen sind", sagte sie. Die Kritik an ihrem Vorschlag, Ex- Schlecker-Mitarbeiter zu Erzieherinnen oder Pflegekräften umzuschulen, wies von der Leyen zurück: "Was mich wirklich empört hat, war das Naserümpfen über die Schleckerfrauen, als wenn die Menschen zweiter Klasse wären. Viele haben unterschwellig den Eindruck vermittelt, diese Frauen wären nicht geeignet, die Umschulung zu machen." Ihr habe das die Augen geöffnet dafür, "mit wie viel Vorurteilen wir an Arbeitssuchende herangehen". Genau das sporne sie und die Bundesagentur für Arbeit an, "diesen Pfad konsequent weiter zu verfolgen und auf die Stärken der Menschen zu setzen - und niemanden aufzugeben", sagte von der Leyen. Dass bisher von den im März entlassenen Mitarbeitern nur 3.500 wieder Arbeit gefunden hätten, sei nicht genug. "Solange ein Großteil nicht vermittelt ist, können wir überhaupt nicht zufrieden sein, sondern müssen weiter daran arbeiten, dass sie einen neuen Arbeitsplatz finden."

© dts Nachrichtenagentur





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