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Das Wort Digitalisierung ist derzeit in aller Munde. Insbesondere im industriellen Sektor werden neue Prozesse, die digital vernetzt sind, immer wichtiger. Diese Industrie 4.0 stellt auch die Versicherungen vor neue Aufgaben.

Welche Herausforderungen bestehen in der vernetzten Industrie?

Produzierende Unternehmen befinden sich mitten in der digitalen Transformation. Bereits jetzt sprechen Experten von einer neuen Revolution, die ähnlich tief greifende Veränderungen hervorbringt wie die Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Damals begann ein neues Zeitalter der Industrie, weil die manuelle Arbeit durch Maschinen ergänzt oder abgelöst wurde. Heute stehen produzierende Unternehmen vor Umwälzungen. Die einzelnen Produktionsschritte werden vermehrt von vernetzten Systemen ausgeführt. Der Mensch begleitet diese Prozesse und ergänzt sie gegebenenfalls. Neuartige Technologien wie die Blockchain, intelligente Systeme und das Internet of Things sorgen dafür, dass Abläufe in der Produktion sich selbst optimieren. Die Fertigung wird somit flexibler, effizienter und kostengünstiger.Für das Versicherungsrecht stellen diese Entwicklungen eine Herausforderung dar. Traditionelle Versicherungsprodukte können den modernen Abläufen zum Teil nicht mehr gerecht werden. Die Versicherungswirtschaft muss sich daher mit den produzierenden Unternehmen weiterentwickeln, um auch in Zukunft ein starker Partner der Industrie zu sein.

Komplexere Vorgänge

In den komplexen Fertigungsabläufen der automatisierten Fabrik ist die Ursachenfindung. Hier müssen die Versicherungsunternehmen eigene Infrastrukturen aufbauen. Mithilfe von Data Analysis können die Versicherer Schwachstellen in der Wertschöpfungskette aufdecken und mögliche Risiken besser erkennen. Wegen der vernetzten Produktionsschritte fällt die Schadensabwicklung komplizierter aus. Die virtualisierten Prozesse machen das Risikomanagement zu einer Herausforderung. Versicherungen müssen sich an diese veränderten Umstände anpassen. Die klassischen Abläufe der Erst- und Rückversicherung sind teilweise ungeeignet, auf diese neuen Realitäten zu reagieren. Es erfordert daher eine konsequente und agilen Weiterentwicklung der Versicherungsprodukte, um den veränderten Herausforderungen begegnen zu können.

Neue Versicherungsprodukte

Mit dem Data Management, das die Prozesse in der Industrie 4.0 begleitet, werden klassische Versicherungsprodukte fraglich. Wenn bspw. durch den Datenstrom erkennbar ist, dass ein Ausfall einer beteiligten Maschine wahrscheinlich ist, wirft dies Fragen für Versicherer und Unternehmen auf.Der Produzent kann sich fragen, ob eine Versicherung gegen Maschinenausfälle notwendig ist, wenn die Maschine selbst einen Ausfall prognostizieren kann. Bei konsequenter Wartung kann das Risiko eines Produktionsstillstands auf ein Minimum reduziert werden. Auf der anderen Seite stellt sich für Versicherungen die Frage, wie diese zusätzlichen Informationen genutzt werden. Der Datenaustausch ermöglicht Innovationen der Versicherungsprodukte. Auf diese Weise können die Versicherer ihre eigenen Produkte weiterentwickeln und weiterhin ein starker Partner der Industrie sein.

Versicherung 4.0 als Reaktion auf Industrie 4.0

Um auf die Veränderungen im produzierenden Sektor angemessen zu reagieren, ist es nötig, das Versicherungsgeschäft anders zu denken. Dabei gibt es viele Anknüpfungspunkte, von einer flexiblen Schadensregulierung über Data Analytics bis hin zu neuen Versicherungsprodukten. Bereits jetzt arbeiten die Versicherer daran, ihre Services konsequent weiterzuentwickeln, um den Herausforderungen einer digitalen Industrie angemessen zu begegnen.



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