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Umweltminister: Strompreise können um zehn Prozent steigen

News von LatestNews 1402 Tage zuvor (Redaktion)
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und der Deutsche Mieterbund warnen vor einem drastischen Anstieg der Strompreise um rund zehn Prozent noch in diesem Jahr. Altmaier zu "Bild am Sonntag": "Ohne Strompreis-Sicherung droht im Herbst eine weitere Strompreiserhöhung von bis zu zehn Prozent!" Der Minister fordert: "Die Energiewende muss weitergehen, aber sie muss deutlich billiger werden. Deshalb brauchen wir eine gesetzliche "Strompreis-Sicherung", die dafür sorgt, dass die Kosten für erneuerbare Energien und ihre Förderung nicht aus dem Ruder laufen."

Der Präsident des Deutschen Mieterbunds, Franz Georg Rips, geht sogar noch weiter: "Wir fürchten einen Strom- und Energiepreisanstieg von mehr als 10 Prozent." Und: "Schon jetzt können einkommensschwache Menschen die Stromrechnung nicht zahlen, sodass wir bei weiteren Strompreiserhöhungen mit einer drastischen Zunahme von Stromsperrungen bei über 500.000 deutschen Haushalten seitens der Versorger in 2013 rechnen." Der Energieexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband Holger Krawinkel glaubt nicht, dass sich die Politik vor der Bundestagswahl auf einen Kompromiss einigen kann: "Dafür ist einfach die Zeit zu knapp und die Interessen zu unterschiedlich." Befürchtungen gibt es bei der Industrie: Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Ulrich Grillo: "Es muss etwas gegen die steigenden Strompreise getan werden. Aber es kann nicht sein, dass die Industrie jetzt zusätzlich belastet wird." Zur Beteiligung der Wirtschaft sagte Umweltminister Altmaier zu "Bild am Sonntag": "Der Strompreis ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit! Deshalb müssen energieintensive Unternehmen sowie diejenigen, die von der Energiewende Vorteile haben, einen angemessenen Teil der finanziellen Lasten übernehmen." Der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, befürchtet Jobverluste: "Zu hohe Energiekosten gefährden den Industriestandort und seine Arbeitsplätze."

© dts Nachrichtenagentur





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