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Umfrage: Mehrheit der Deutschen würde gern mit 63 in Rente gehen

News von LatestNews 1040 Tage zuvor (Redaktion)

Menschen in einer Fußgängerzone
© über dts Nachrichtenagentur
Die Mehrheit der Deutschen würde gern schon mit 63 Jahren in Rente gehen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag der "Welt am Sonntag". Dagegen will ein knappes Drittel bis zum regulären Renteneintrittsalter weiterarbeiten.

Nur 14 Prozent können sich der Umfrage zufolge vorstellen, über die reguläre Altersgrenze hinaus zu arbeiten. 53 Prozent der befragten Berufstätigen plädieren für die Rente mit 63 - auch wenn sie dafür Abschläge in Kauf nehmen müssen und sie immer noch fit genug sind, arbeiten zu gehen. Der Wunsch nach dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben geht durch alle Bildungsschichten - er herrscht bei den Berufstätigen sowohl mit eher niedrigen, als auch mit mittleren und höheren Bildungsabschlüssen vor. Selbst gravierende Unterschiede je nach finanzieller Situation sind nicht auszumachen. Allerdings steigt der Wille, bis zur Altersgrenze oder sogar darüber hinaus weiterzumachen, mit dem Haushaltseinkommen und dem Bildungsniveau leicht an. Wollen rund 63 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss und schmaler Haushaltskasse vorzeitig in Rente, sind es bei Akademikern und Gutverdienern nur noch 47 Prozent. Auch Frauen sind mit 57 Prozent eher für die Rente mit 63 als Männer mit 49 Prozent. 31 Prozent gaben an, sie wollten erst im regulären Renteneintrittsalter aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Unterschiede gibt es jedoch nach dem Alter der Befragten: So wollen 46 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bis zur regulären Altersgrenze weiterarbeiten, 19 Prozent sogar noch länger. Nur jeder dritte Junge träumt von der Rente mit 63. In den mittleren Jahrgängen ist der vorzeitige Ruhestand dagegen eindeutig der Favorit. Bei den 45- bis 59-Jährigen erreicht die Rente mit 63 eine Zweidrittelmehrheit. Wer dagegen schon über 60 Jahre alt ist, der will eher bis zur regulären Altersgrenze durchhalten (39 Prozent), als schon mit 63 ausscheiden (37 Prozent). In der vergangenen Woche hatte das Kabinett das Rentenpaket von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gebilligt, das auch eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren beinhaltet. Die abschlagsfreie Rente ab 63 soll allerdings nur bekommen, wer 45 Beitragsjahre nachweisen kann. Mitgezählt werden dabei aber auch Zeiten der Arbeitslosigkeit, sofern Arbeitslosengeld und nicht Arbeitslosenhilfe oder Hartz IV gezahlt wurde. Kritiker bemängeln, dass sich so langjährige Arbeitnehmer sogar schon mit 61 Jahre aus dem Berufsleben verabschieden könnten. Diese könnten zwei Jahre Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen, um dann mit 63 in Rente zu gehen.

© dts Nachrichtenagentur





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