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Umfrage: 79 Prozent fordern Zentralabitur

News von LatestNews 2066 Tage zuvor (Redaktion)

Schüler in Klassenraum
© dts Nachrichtenagentur
Fast vier Fünftel der Deutschen (79 Prozent) fordern ein bundesweites Zentralabitur mit einheitlichen Prüfungen und Bewertungsrichtlinien. Das ergab eine Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "Focus". 16 Prozent sprachen sich gegen diesen Vorstoß aus.

Auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sprach sich in dem Magazin für mehr Vereinheitlichung und damit mehr Gerechtigkeit aus: "Wir brauchen heute weder 16 unterschiedliche Schulbücher noch 16 völlig unterschiedliche Abiturprüfungen", kritisiert sie die Bundesländer. "In 16 Jahren als Bildungspolitikerin habe ich dazu gelernt, nicht jedes Bundesland kann machen, was es will", so Schavan, die bis 2005 zehn Jahre Kultusministerin in Baden-Württemberg war. Im Zeitalter der Globalisierung müssten Menschen mobil und Abschlüsse vergleichbar sein, sagte Schavan. "Ein gemeinsamer Aufgabenpool für die Abiturprüfungen" sei deshalb ein erster wichtiger Schritt. "Wir müssen es schaffen, dass sich wirklich alle beteiligen." Es sei der richtige Weg, dass fünf Länder bereits gemeinsam planten. "Die übrigen sollten sich dem Bündnis anschließen." Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), der ursprünglich gemeinsam mit Baden-Württemberg dieses "Südabitur" genannte Bündnis initiierte, sagte im "Focus"-Interview: "Die Abiturprüfung bundesweit vergleichbarer zu machen, ist zentrale Aufgabe des Bildungsföderalismus." Auch wenn Baden-Württemberg wegen des Regierungswechsels möglicherweise als Partner wegfalle, kämpften immer noch fünf Bundesländer für dieses Ziel. "Ich befürchte, Grün-Rot wird das Niveau des schwäbischen Abiturs verwässern", so Spaenle. Der Landesminister wehrte sich heftig gegen eine Bevormundung und Einmischung des Bundes bei der Neuregelung der Abiturprüfungen. Zu der Problematik, dass Bayern kaum vom hohen Niveau seines Abiturs abrücken werde und andere Bundesländer ihr Niveau nicht anheben wollen, gestand Spaenle in "Focus" ein: "Uns ist klar, dass letztendlich nur ein Teil der Bundesländer mitziehen wird." Alles andere sei "politisch nicht zu machen". "Trotzdem werden wir uns vom Bund nichts vorschreiben lassen."

© dts Nachrichtenagentur





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