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Ukraine: Alle OSZE-Beobachter frei gelassen

News von LatestNews 950 Tage zuvor (Redaktion)
In der Ukraine sind am Samstag alle Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) frei gelassen worden. Nach Angaben des Sondergesandten des russischen Präsidenten, Wladimir Lukin, seien "alle auf meiner Liste stehenden zwölf Personen frei", berichtet "Ria Novosti". Der Sprecher des Europarats, Daniel Höltgen, bestätigte der ARD, dass nicht nur die sieben EU-Bürger - darunter vier Deutsche -, sondern auch die Ukrainer, die sie begleitet hatten, frei gekommen seien.

Der selbst ernannte Bürgermeister von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, hatte am Samstagvormittag die Freilassung verkündet. Dies habe er nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur "Interfax" mit der verschärften Sicherheitslage in der Stadt begründet. Weitere Hintergründe wurden zunächst nicht bekannt. Der deutsche Oberst Axel Schneider, einer der Festgehaltenen, hatte gegenüber der "Bild"-Zeitung mitgeteilt, dass es den Freigelassenen "den Umständen entsprechend okay" ginge. Sie würden sich mit dem russischen Sondergesandten auf den Weg nach Donezk begeben und hofften von dort aus "so schnell wie möglich" ausreisen zu können. Der Präsident des Europaparlamentes, Martin Schulz (SPD), wertete die Freilassung derweil als ein "kleines Signal der Hoffnung". Er sei "sehr erleichtert, dass die OSZE-Beobachter endlich frei sind", sagte Schulz der "Welt am Sonntag". Die Freilassung zeige, "dass beharrliche Diplomatie Erfolge hat", sagte der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten für die Europawahl: "Nun muss die EU der Ukraine bei ihrem demokratischen Neustart helfen. Jeder, der dazu einen Beitrag leisten kann, muss helfen, dass die Wahlen am 25. Mai in der Ukraine gelingen. Europa und Russland stehen hierbei in einer besonderen Verantwortung." Die OSZE-Beobachter waren seit dem 25. April in der ostukrainischen Stadt Slawjansk unter dem Vorwurf der Spionage fest gehalten worden. Ein schwedischer Militär, der an Diabetes leidet, war bereits zuvor frei gelassen worden.

© dts Nachrichtenagentur





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