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Troika streitet über Griechenland-Bericht

News von LatestNews 1560 Tage zuvor (Redaktion)

Flagge von Griechenland
© Thomas Gruber, Lizenz: dts-news.de/cc-by
EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) haben sich bei der Erstellung des lange erwarteten Troika-Berichts zu Griechenland zerstritten. Dies berichtet der "Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Ursprünglich war zwischen den internationalen Geldgebern und der Regierung in Athen vereinbart worden, den Schuldenstand des südeuropäischen Krisenlandes bis zum Jahr 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken.

Die Einhaltung dieses Ziels ist Voraussetzung dafür, dass die nächste Kredittranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro ausgezahlt werden kann. Wegen der schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung wird Athen das 120-Prozent-Ziel aber auf jeden Fall verfehlen, so interne Berechnungen der Troika. Der Streit innerhalb des Gremiums dreht sich darum, wie groß die Abweichung sein wird. Der IWF sagt für 2020 einen Schuldenstand von mindestens 140 Prozent voraus. Die EZB errechnet ähnliche Werte. Nur die EU-Kommission schätzt die Lage optimistisch ein und kommt auf einen Schuldenstand von 128 Prozent im Jahr 2020. Um für ihren Bericht mehr Spielraum zu bekommen, baten die Experten der Troika die Euro-Finanzminister in der vergangenen Woche, Athen zwei Jahre mehr Zeit zu geben. Das aber würde, legt man die Prognosen zugrunde, rund 30 Milliarden Euro zusätzlich kosten. Die Summe könnte nur durch einen Verzicht der öffentlichen Gläubiger zusammenkommen – oder aber durch ein drittes Hilfspaket. Beides lehnt die Bundesregierung bislang ab, weil sie mit Widerstand in der schwarz-gelben Koalition rechnet. "Ich sehe keine Mehrheit für ein drittes Griechenland- Paket", sagt etwa FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer, ist skeptisch. "Wir arbeiten jetzt erst einmal das zweite Paket ab", sagt er, "ein drittes Griechenland-Paket steht derzeit nicht zur Diskussion."

© dts Nachrichtenagentur





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