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Tabakkonzern Philip Morris für strenge Regulierung von E-Zigaretten

News von LatestNews 743 Tage zuvor (Redaktion)
Der Tabakkonzern Philip Morris macht sich für eine strenge Regulierung der neuen E-Zigaretten stark. "Sie ist nicht frei von Risiken, und sie braucht gesetzliche Rahmenbedingungen", sagte Werner Barth, Deutschlandchef von Philip Morris, der "Welt". Er denke dabei an die Altersgrenze von 18 Jahren für den Kauf einer E-Zigarette.

Auch die Tatsache, dass elektrische Zigaretten derzeit nur mit der Mehrwertsteuer belegt sind, stört den Manager. "Der Umstand, dass die E-Zigarette frei von Tabaksteuer ist, dürfte kein Dauerzustand bleiben", sagte Barth. Zum Vergleich: Rund drei Viertel des Preises von "normalen" Tabakzigaretten sind Steuern und Abgaben. Philip Morris ist mit der Marke Marlboro Marktführer in Deutschland, verkauft aber noch keine E-Zigaretten, schreibt die "Welt". "Bislang hat sich die E-Zigarette in Deutschland nicht durchgesetzt. Dazu ist das Produkt einfach zu weit vom Raucherlebnis einer normalen Zigarette entfernt", sagte Barth. Dennoch will auch sein Unternehmen in dem neuen Geschäftsfeld tätig werden. "Rauchen gefährdet die Gesundheit und es macht süchtig. Deshalb unterstützen wir Regulierung", sagte Barth. Die EU-Tabakrichtlinie geht dem Marlboro-Hersteller allerdings zu weit. "Aus unserer Sicht ist die Einheitsverpackung der massivste Eingriff in die freie Marktwirtschaft für Markenhersteller", sagte Barth. Ab Mai 2016 müssen die Zigarettenpackungen in der EU auf rund zwei Drittel der Fläche Schockbilder wie Aufnahmen von Lungenkrebs oder verfaulten Zähnen zeigen. In einigen Ländern gibt es Initiativen, die die Einheitspackung schon jetzt vorzuschreiben. "Wir betrachten den Vorstoß von Großbritannien, Frankreich und Irland mit Sorge. Philip Morris klagt deshalb gegen die Richtlinie vor dem Europäischen Gerichtshof", sagte Barth. In Australien wurde die Einheitspackung bereits vor zwei Jahren zur Pflicht. "Das Beispiel Australien zeigt, dass durch die Einheitspackung der Zigarettenschmuggel steigt und ein Preiskampf ausgelöst wird", sagte Barth. So hätten sich in Australien etliche neue Angebote etabliert, die günstiger sind als die Topmarken. "Es zeigt doch die Schizophrenie der Maßnahmen, wenn am Ende durch den Preissturz mehr geraucht wird als vor der Regulierung", sagte Barth. Vom deutschen Staat fordert der Tabak-Manager, sich mehr gegen den Schmuggel und illegalen Verkauf von Zigaretten einzusetzen. In Deutschland sei der politische Wille, mehr dagegen zu tun, nicht vorhanden. Auch die Gefahren würden unterschätzt. So fänden sich in nachgemachten Zigaretten Substanzen, die nichts mit Tabak zu tun hätten. "Mir ist es nicht egal, wenn in gefälschten Zigaretten geschredderte CDs gefunden werden", sagte Barth. Genau diesen Fall habe es zuletzt gegeben.

© dts Nachrichtenagentur





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