
AKW Isar-I
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Nach der überraschenden Energiewende mussten die Betreiber unmittelbar acht Reaktoren stilllegen und in den kommenden elf Jahren die restlichen neun Anlagen. Mit dem Rückbau wartet eine logistische und finanzielle Herausforderung auf die Branche. Während die Energiekonzerne bisher keine konkreten Zahlen nennen, haben die ADL-Experten, die Kernkraftbauer und -betreiber beraten, die Kosten des Rückbaus auf die einzelnen Komponenten und Tätigkeiten herunter gebrochen, und für jedes Kernkraftwerk abgeschätzt, wie viel der Rückbau mindestens kosten dürfte. Die Spanne reicht von 670 Millionen Euro bis 1,2 Milliarden Euro je Anlage. Alleine 150 bis 250 Millionen Euro müssen die Betreiber je Anlage in den ersten fünf bis sieben Jahren kalkulieren, wenn die Brennelemente im sicheren Betrieb und mit fast der gesamten Betriebsmannschaft abklingen müssen. Die ADL-Experten warnen vor Engpässen beim Rückbau. "Der Atomausstieg in Deutschland stellt die Versorger und die Dienstleister vor eine schwierige Aufgabe", sagte Berater Michael Kruse.
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