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Steinbach fordert CDU-Führung zu mehr Gelassenheit gegenüber Konservativen auf

News von LatestNews 1568 Tage zuvor (Redaktion)

Erika Steinbach
© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde, Text: dts Nachrichtenagentur
Erika Steinbach, Mitglied im konservativen Berliner Kreises und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, hat die Absage der offiziellen Konstituierung des Kreises am kommenden Freitag verteidigt und die Parteiführung zu deutlich mehr Gelassenheit aufgefordert. "Ich hatte gehofft, der Termin wäre zu halten. Aber man soll lieber etwas warten, als Schnellschüsse zu produzieren", sagte Steinbach der Tageszeitung "Die Welt".

"Wer nun hofft, dass sich der Berliner Kreis auflöst oder sein Anliegen fallen lässt, der irrt gewaltig." Die Arbeit des Kreises bezeichnete sie als "Versprechen": "Wir wollen die Union insgesamt von innen heraus stärken. Deshalb gibt es den Berliner Kreis. Darüber sollten sich alle freuen." Die Kritik des Kreises richtet sich laut Steinbach keineswegs vor allem gegen die Vorsitzende Angela Merkel. "Der Berliner Kreis ist kein Merkel-Kritiker-Verein. Das ist eine bösartige Mär. Wir haben ein Gottesglück, dass Angela Merkel Kanzlerin ist. Niemand von uns hat ihr eine Kriegserklärung ausgesprochen", so Steinbach. Als wichtigstes Gebiet, auf dem Konservative ihre Position deutlicher machen müssten, nannte Steinbach die Gesellschaftspolitik. Sie unterstützt dabei die Forderung der CDU-Politikerin Katharina Reiche, über die Förderung von Ehe und Familie zu sprechen anstatt über die Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft. "Ehe und Familie sind nach wie vor der gesellschaftliche Halt in unseren turbulenten Lebenswelten. Dafür müssen wir nicht nur in Sonntagsreden einstehen." Dies mit Steuererleichterungen für andere Lebensmodelle zu vermischen, sei in höchstem Maße fahrlässig. Nachdrücklich forderte Steinbach, konservative Positionen gerade in den Städten wieder stärker zu vertreten. Sie nannte auch das von einigen in der Union scharf kritisierte Betreuungsgeld eine gute Sache: "Damit erkennen wir den Wert der elterlichen Fürsorge nach je eigenen Bedürfnissen an."

© dts Nachrichtenagentur





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