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Statistik: Zahl der Schulanfänger nimmt 2011 um 0,7 Prozent zu

News von LatestNews 1858 Tage zuvor (Redaktion)

Kinder beim Lesen
© dts Nachrichtenagentur
In Deutschland sind zu Beginn des laufenden Schuljahres 2011/12 712.300 Kinder eingeschult worden, ein Zuwachs von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt auf der Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Die Zahl der ABC-Schützen stieg in Nordrhein-Westfalen am stärksten an, um 5,2 Prozent.

Dieser Zuwachs resultierte zum größten Teil daraus, dass in Nordrhein-Westfalen der Einschulungsstichtag im Jahr 2011 vom 31. August auf den 30. September verschoben wurde und es somit eine größere Anzahl an Kindern gab, die das schulpflichtige Alter erreichten. Die deutlichsten Rückgänge gab es bundesweit in Mecklenburg-Vorpommern um minus 7,0 Prozent, Hessen minus 4,7 Prozent und Schleswig-Holstein minus 3,7 Prozent. Im früheren Bundesgebiet stieg die Zahl der Schulanfänger im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent an. In den neuen Bundesländern einschließlich Berlin ist die Zahl der Einschulungen um minus 0,4 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Jahr 2001 nahm die Zahl der Schulanfänger in Deutschland um 9,5 Prozent ab. Hintergrund hierfür sind demografische Entwicklungen: Ende 2000 lag die Zahl der Fünf- bis Sechsjährigen in Deutschland bei 792.000, Ende 2010 bei nur noch 690.500. Auch hier zeigen sich regionale Unterschiede. Im früheren Bundesgebiet sank die Zahl der Kinder im einschulungsrelevanten Alter zwischen Ende 2000 und Ende 2010 um 17,7 Prozent. Das führte dazu, dass im Jahr 2011 hier 14,2 Prozent weniger ABC-Schützen eingeschult wurden als im Jahr 2001. In den neuen Bundesländern einschließlich Berlin hingegen erreichten im Jahr 2011 insgesamt 19,4 Prozent mehr Kinder das schulpflichtige Alter als zehn Jahre zuvor, die Zahl der Einschulungen stieg um 22,5 Prozent. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass in Ostdeutschland die Schulanfängerzahlen zu Beginn der 2000er Jahre in Folge der geringen Geburtenzahlen in der Nachwendezeit noch besonders niedrig waren. Der überwiegende Teil der Schulanfänger begann im Schuljahr 2011/12 die Ausbildung in Grundschulen um 95,2 Prozent. Lediglich 3,4 Prozent der ABC-Schützen wurden in Förderschulen, 0,5 Prozent in Integrierten Gesamtschulen und 0,8 Prozent in Freien Waldorfschulen eingeschult. Von allen neu eingeschulten Kindern waren 48,6 Prozent Mädchen. Der Mädchenanteil in den Förderschulen lag lediglich bei 32,3 Prozent, in den Freien Waldorfschulen betrug er 49,8 Prozent.

© dts Nachrichtenagentur





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