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Sprecher: Friedrich erfuhr erstmals am Donnerstag von Spitzeltätigkeit des NSU-Unterstützers S.

News von LatestNews 1542 Tage zuvor (Redaktion)

Hans-Peter Friedrich
© Deutscher Bundestag / Lichtblick/Achim Melde, Text: dts Nachrichtenagentur
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) war nach Angaben eines Sprechers nicht über die Spitzeltätigkeit des NSU-Unterstützers Thomas S. informiert. Der Sprecher sagte "Focus", Friedrich habe "erstmals" am 13. September im Zuge der Sitzung des Untersuchungsausschusses von dem Vorgang erfahren. Die Bundesanwaltschaft wusste schon ab März 2012 über die V-Mann-Karriere von S. Bescheid.

Am Freitag war bekannt geworden, dass ein Beschuldigter im NSU-Verfahren jahrelang dem Landeskriminalamt (LKA) Berlin als Informant diente. Der Neonazi Thomas S., ein enger Bekannter der NSU-Terroristen Uwe B., Uwe M. und Beate Z. lieferte dem LKA mehrfach Hinweise auf das 1998 untergetauchte Neonazi-Trio. Außerdem überwachte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) Thomas S. bis April 1999 intensiv. Die entsprechende Akte wurde im Februar 2012 vernichtet. Friedrichs Umgebung sieht eine Bringschuld bei den Berliner Behörden: Es sei "nun Aufgabe des Landes Berlin, den Sachverhalt lückenlos aufzuklären", so der Ministeriumssprecher zu "Focus". Das Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium, Hans-Christian Ströbele (Grüne), hofft, dass Teile der BfV-Akte zu Thomas S. noch existieren. Notfalls werde man die Beamten befragen, die die Akte geführt hätten.

© dts Nachrichtenagentur





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