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SPD fordert neuen Expertenrat im Kanzleramt gegen Fachkräftemangel

News von LatestNews 1661 Tage zuvor (Redaktion)
Die SPD will bei einer Regierungsübernahme nach den nächsten Bundestagswahlen einen "Deutschen Rat für Fachkräftesicherung" im Bundeskanzleramt installieren. In dem neuen Gremium sollen unter anderem die Spitzenverbände der Wirtschaft, die Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, die Länder und die kommunalen Spitzenverbände vertreten sein, um verbindliche Maßnahmen im Kampf gegen den Fachkräftemangel in Deutschland zu vereinbaren. Dies geht aus einem Konzept der SPD-Bundestagsfraktion hervor, das der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe) vorliegt.

Deutschland könne sich "viele verstreute und unkoordinierte Einzelaktionen in verschiedenen Ministerien" nicht mehr leisten. "Das Problem in den Griff zu bekommen, wird nur gemeinsam gelingen. Dafür brauchen wir einen Masterplan", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Hubertus Heil der SZ. In dem SPD-Papier zur Sicherung von Fachkräften heißt es: "Die Zeit wird knapp. Unverbindliche Erklärungen und Appelle reichen nicht mehr aus." Der neue Rat müsse "verbindliche Ziele" verabreden. Um ihm das nötige "politische Gewicht" zu verleihen, müsse er mit einer Geschäftsstelle im Bundeskanzleramt angesiedelt sein. Deshalb solle auch der Bundestag das Gremium per Beschluss ins Leben rufen. In ihrem Konzept zeigen sich die Sozialdemokraten überzeugt, dass in immer mehr Regionen und Branchen Fachkräfte rar werden, nicht nur in naturwissenschaftlichen Berufen, sondern vor allem in den Bereichen Pflege und Gesundheit sowie in Kindergärten und Kitas. "In Zukunft werden neben Hochqualifizierten insbesondere Personen mit mittlerer Qualifikation gebraucht." Sie seien "das Rückgrat der deutschen Wirtschaft", schreiben die SPD-Fachleute. Wie bereits zuvor die schwarz-gelbe Bundesregierung in ihrem Konzeptpapier sieht die SPD noch gute Chancen, etwas gegen den wachsenden Mangel an Fachkräften zu tun. Dafür müsse es aber gelingen, Jugendliche und Geringqualifizierte besser aus- und weiterzubilden. Frauen müssten mehr Möglichkeiten haben, Vollzeit zu arbeiten, und Ältere bessere Chancen, auf dem Arbeitsmarkt zu bleiben. "Bis 2025 lassen sich aus diesen Bereichen bis zu 5,2 Millionen zusätzliche Fachkräfte mobilisieren", heißt es in dem Papier. Nach den Berechnungen der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit wäre es dafür zum Beispiel nötig, die Zahl der Schulabbrecher, der Ausbildungsabbrecher und der Studienabbrecher zu halbieren. Die SPD fordert daher: "Die Förderung des Nachholens eines Schulabschlusses muss wieder zu einem Rechtsanspruch werden." Die Sozialdemokraten wollen ihr neues Konzept am Mittwoch in Berlin vorstellen.

© dts Nachrichtenagentur





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