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Seehofer schließt politisches Comeback von Wulff nicht aus

News von LatestNews 1748 Tage zuvor (Redaktion)

Christian Wulff
© Wilson Dias/Agencia Brasil, Lizenz: dts-news.de/cc-by
Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer schließt ein politisches Comeback des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff nicht aus. Auf die Frage, ob Wulff nach seinem Rücktritt im Zuge der Kredit-und Medienaffäre eine Zukunft in der Politik habe, sagte Seehofer, der bis zur Wahl eines Wulff-Nachfolgers die Aufgaben des Bundespräsidenten übernimmt, der "Bild am Sonntag": "Das kann niemand heute sagen. Wie bei Karl-Theodor zu Guttenberg geht es darum, dass die Betreffenden Ruhe finden, zu sich kommen, die Dinge verarbeiten können. Dann erst stellen sich solche Zukunftsfragen."

Zugleich nahm Seehofer das Vorgehen der FDP bei der Kür von Joachim Gauck zum Kandidaten für das Bundespräsidentenamt gegen Kritik aus der Union in Schutz. "Alle drei Parteien sollen sich profilieren", sagte Seehofer. "Ich bin ja auch sehr dafür, dass die CSU sich profiliert. Dann kann ich dasselbe einem Koalitionspartner doch nicht verübeln." Die Aufgabe der Parteivorsitzenden bestehe darin, dies auszubalancieren. Seehofer sieht keinen Grund, der FDP ihr Vorgehen heimzuzahlen: "Die Frage Bundespräsident ist richtig entschieden worden. Es gibt also keinen Anlass für Rückspiele oder andere Nachbetrachtungen, auch nicht für Triumphgeheul. Da bin ich mir ganz sicher." Zugleich machte Seehofer deutlich, dass in der Union der frühere Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) bis zuletzt als einzige Alternative zu Gauck im Rennen war. "Wir wollten von Anfang an einen Konsenskandidaten mit der Opposition wie zum Beispiel Klaus Töpfer. Von Teilen der Opposition hatten wir signalisiert bekommen, dass er ein solcher Kandidat sein könnte. Die FDP beschloss dann am Sonntag überraschend, Joachim Gauck zu unterstützen. Angela Merkel und ich hatten dann zu entscheiden, wie CDU und CSU mit der Alternative Töpfer oder Gauck umgehen. Wir hätten doch niemandem erklären können, dass wir einen Konsenskandidaten ablehnen, nur weil die FDP vorgeprescht ist."

© dts Nachrichtenagentur





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