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Schwesig und Lauterbach für doppelte Testpflicht bei Reiserückkehr

News von LatestNews 92 Tage zuvor (Redaktion)

Wattestäbchen
© über dts Nachrichtenagentur
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (beide SPD) wollen zwei Coronatests für Menschen, die aus dem Urlaub zurück nach Deutschland kommen. Das sagten sie der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Bislang ist häufig nur ein Test nötig.

"Internationale Reisen dürfen nicht dazu führen, dass sich wieder mehr Menschen infizieren und das Virus nach Hause tragen", sagte Schwesig der Zeitung. "Deshalb ist es wichtig, dass für alle Rückkehrer aus Risikogebieten gilt, dass sie zwei Tests machen. Zu Beginn der Rückkehr und nach fünf Tagen Quarantäne." Das einmalige Freitesten zu Beginn der Rückkehr reiche nicht aus, sagte Schwesig und erhöhte den Druck auf die Bundesregierung: "Wir setzen uns dafür ein, dass der Bund seine Verordnung ändert oder wir die Möglichkeit erhalten, dies selbst zu entscheiden." Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach pochte auf Nachschärfungen in der Teststrategie. "Die aktuellen Testvorgaben für Reiserückkehrer sind meines Erachtens zu lückenhaft. Wir brauchen eine doppelte Testpflicht für alle Reisenden, die nach Deutschland kommen", sagte er der "Rheinischen Post" dazu. "So sollte jeder, der aus einem anderen Land per Auto, Schiff oder Flugzeug nach Deutschland kommt, einen negativen Test vorweisen und fünf Tage später einen weiteren PCR-Test machen müssen", sagte Lauterbach. "Wer aus einem Risikogebiet oder einem Virusvariantengebiet kommt, sollte in dieser Zeit in Quarantäne bleiben." Doppelt Geimpfte oder Genesene würden solche Tests natürlich nicht benötigen. Lauterbach räumte ein, dass die Verschärfung schwer umzusetzen sei, warnte jedoch vor den Konsequenzen ohne strengeres Testen. "Zwar ist eine solche Maßnahme mit viel Aufwand entlang der Grenzen verbunden", sagte er. "Aber der Aufwand ist geringer als Maskentragen und Testen in Betrieben, was sonst wieder nötig werden könnte." So könne man die zu erwartende vierte Welle im Herbst stark abschwächen, sagte Lauterbach.

© dts Nachrichtenagentur



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