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Deutlicher kann es nicht gezeigt werden. In der heutigen Sendung des ZDF von Maybrit Illner
konnte man erstaunliche Neuigkeiten erfahren.
Da sitzt beispielsweise ein Thomas Gottschalk, der sage und schreibe fassungslos erklärt, er könne nicht verstehen, dass seine letzte „Wetten Dass ?“ Sendung weniger Einschaltquote hatte, als „Deutschland sucht den Superstar“, obwohl er doch im Jahre 2008 selbst eine Talentshow moderierte, die auf humane Art und Weise einen Superstar suchte, und die dann keinen Erfolg hatte.
Man konnte dann in der selben Sendung hören, dass dies wohl daran liegt, dass Formate wie Dschungelcamp und DSDS hauptsächlich der dargestellten Erniedrigung von Menschen ihren Erfolg begründen, und dass Thomas Gottschalk dieses für TV konsumierende Kinder sehr bedenklich hält.
Nun sollte man aufgrund fehlender Bosheit davon absehen, dass diese Aussage eventuell mit den Haribo-Gagen von Herrn Gottschalk zusammen hängen könnte - nachdem bei Maybrit Illgner zudem erklärt wurde, dass hinsichtlich der Aufgabenstellungen des Dschungelcamps, sich im Gegensatz zu Gummibärchen, sechs Mrd. Menschen Erwachsene von Insekten ernähren - denn eine weitere Aussage der Sendung war, dass man von nichts mehr ausgehen kann, als dass ein „Superstar“ von „Deutschland sucht den Superstar“ alles werden kann, außer ein Superstar.
Diese Erkenntnis belegt nun allerdings die Realität, und man sollte nicht Thomas Gottschalk
für etwas verantwortlich machen, welches außerhalb seines Verantwortungsbereiches liegt, gerade vor dem Hintergrund, dass DSDS sämtliche Teilnehmer verheizt, Gewinner wie Verlierer, ohne dass dies den Teilnehmern offensichtlich klar ist.
Natürlich kann man sich nun fragen, wie es möglich ist, dass Bürger staatlicherseits vor exzessiven Alkohol und Nikotinkonsum geschützt werden, aber nicht davor, sich öffentlich zu erniedrigen, doch würde dies den Rahmen dieser Betrachtung endgültig sprengen.
So bleibt es eben nur Fakt, dass das ZDF letztlich im Rahmen des Quotenkrieges mit DSDS dazu bereit war, Wetten im TV zu präsentieren, die Sicherheitstechnisch derart verantwortungslos sind, dass sich nun ein Mensch mit einer sehr ernsten Verletzung in einer wenig aussichtsreichen Rehabilitation befindet, wobei man dabei allerdings bemerken sollte, dass beispielsweise ein Stefan Raab aufgrund seiner Radstürze bereits erheblich schwerere Verletzungen haben könnte, als Samuel Koch nun erlitten hat, und Stefan Raab schlicht einfach mehr Glück gehabt hat, als Samuel Koch.
Es bleibt also nur der Schluss, dass die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten es nicht verstanden haben, trotz deren enormen finanziellen Mitteln, sich dem Geist der Zeit in einer moderaten Form an zu passen, und eine vernünftige Alternative zu den wirklich unsagbar primitiven Formaten wie „DSDS“ oder ähnlichen zu bieten.
So bleibt also die Tatsache, dass Samuel Koch ein Opfer der derzeitigen Quotensituation ist,
und dies wohl kein Umdenken bewirkt hat. Deutlich wir das durch nichts mehr, als durch die Nachfolgesendung von Maybrit Illner, bei der Rainer Langhans dann groß angekündigt wird, dessen medialer Wert derzeit allein durch seinen Auftritt im Dschungelcamp begründet wird.
So ist Dschungelcamp also ein Format, dessen Existenzberechtigung noch in der Sendung kurz zuvor als absolut fragwürdig erkannt wurde.
So bleibt nur das Resümee, das Samuel Koch nur das meist geschädigte Opfer der heutigen Medienlandschaft ist, ohne dass seitens der öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten erkannt wurde, welche unglaubliche Unfähigkeit der „Öffentlich Rechtlichen“ dem zu Grunde liegt, die ja in der Tat durch die Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, dem derzeitigen Trend der öffentlichen Erniedrigung von Menschen moderat entgegen wirken könnten.
Holger Meyer




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