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Salman Rushdie: "Muslimische Welt wendet sich von Islamisten ab und Demokratie zu"

News von LatestNews 2167 Tage zuvor (Redaktion)

Salman Rushdie
© dts Nachrichtenagentur
Nach Ansicht des indisch-britischen Schriftstellers Salman Rushdie erlebt die Welt derzeit einen "außerordentlichen historischen Moment". Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte Rushdie: Es sei der Moment, in dem sich "die muslimische Welt von den Islamisten ab- und der Demokratie zuwendet". Es sehe nicht so aus, als ob die Revolutionen in Nordafrika von radikalen Kräften vorangetrieben würden: "Von Al-Kaida ist absolut nichts zu hören", so Rushdie.

Warnungen, die die gegenwärtige Situation mit dem Aufstand gegen den Schah von Persien vergleichen, der in eine religiös motivierte Diktatur mündete, hält Rushdie für irreführend: "Wir dürfen nicht sagen, dass wir an die Freiheit glauben und dann die Freiheit ablehnen, wenn die Menschen sie sich nehmen. Und selbst wenn die Moslem-Bruderschaft in Ägypten die Macht bekommen würde, müssten wir damit umgehen." Die Frage, ob der Islam reif sei, sich in eine offene Gesellschaft einzuordnen, wird aus Rushdies Sicht gegenwärtig von den Revolutionären in Arabien beantwortet: "Das zeigen uns die jungen Leute dort gerade. Und sie müssen eine Chance haben, es uns zu beweisen. Dabei müssen wir sie unterstützen. Wir müssen darauf vertrauen, dass es sich um eine echte Revolution handelt. Revolutionen können scheitern. Die Leute auf der Straße sorgen sich, aber es sind gute Sorgen", so Rushdie. "Das Volk entdeckte seine Macht. Das lässt sich nur sehr schwer stoppen."

© dts Nachrichtenagentur





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