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Putin und Merkel wollen sich wieder vertragen

News von LatestNews 1262 Tage zuvor (Redaktion)

Angela Merkel und Wladimir Putin
© über dts Nachrichtenagentur
Der Eklat ist offiziell abgesagt: Russlands Staatschef Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen nun doch gemeinsam zur Ausstellung in Sankt Petersburg gehen, bei der auch sogenannte "Beutekunstwerke" gezeigt werden. Das teilte Putin am Nachmittag mit, und auch Merkel bestätigte die gefundene Lösung: "Wir haben jetzt verabredet, dass wir heute Abend in die Ermitage gehen", so die Kanzlerin. Es sei eine wichtige Ausstellung und es werde dann nochmal zu der Angelegenheit Stellung genommen.

Ein direktes Gespräch zwischen ihr und dem Präsidenten habe dazu geführt, dass nun beide etwas zu der Ausstellung zur Presse sagen werden, damit sei das Problem gelöst. Putin dagegen teilte mit, dass er ohnehin kein Problem mit einem Statement der Kanzlerin gehabt habe, es sei angeblich lediglich eine Zeitfrage gewesen. Jetzt habe man aber festgestellt, dass die Kanzlerin genügend Zeit hat. Am Morgen war der gemeinsame Auftritt noch abgesagt worden, angeblich weil Merkel in einem Grußwort die Rückgabe von Beutekunstwerken fordern wollte. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), hatte die Entscheidung der Bundeskanzlerin, nach der Streichung ihres Grußworts nicht an der Ausstellungseröffnung teilzunehmen, noch kurz vor der Kehrtwende aus Moskau verteidigt. Polenz sagte der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe), Merkel habe nach Streichung ihres Grußwortes keine andere Wahl gehabt, als die Teilnahme an der Eröffnung abzusagen. "Es ist richtig, dass Angela Merkel diese Ausstellung nicht kommentarlos besucht." Sie hätte sonst den Eindruck erweckt, als rücke Deutschland von seinem Anspruch auf Rückgabe der Beutekunst ab. Polenz kritisierte das russische Vorgehen. "Sehr diplomatisch hat sich Russland nicht verhalten", kritisierte er. Er sprach von der "russischen Weigerung, Grußworte vorzusehen". "Das ist sicher nicht schön, sondern sogar etwas ärgerlich." Die deutsch-russischen Beziehungen würden durch diesen Vorgang allerdings nicht leiden. "Das wird nicht fortwirken", sagte Polenz. Schließlich sei der Dissens in Sachen Beutekunst ein klar eingrenzbares und lange bekanntes Thema. "Allerdings bedeutet das, dass wir bei diesem Thema auf absehbare Zeit nicht zusammenkommen." Merkel ist in Sankt Petersburg, um am Internationalen Wirtschaftsforum teilzunehmen.

© dts Nachrichtenagentur





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