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Potsdam, 14.02.2011. Dass Pferde eine positive Wirkung auf Menschen ausüben können, ist seit langem bekannt. Die pferdegestützte Therapie und Pädagogik wird heutzutage bei vielen psychiatrischen Krankheitsbildern, wie beispielsweise Angststörungen oder Depressionen eingesetzt. Kindern, wie der neunjährigen Lena, die an
Wahrnehmungsstörungen und einem geringen Selbstwertgefühl leidet, kann durch eine Reittherapie geholfen werden.
Was genau macht die Therapie mit den Pferden so besonders? „Pferde haben die Fähigkeit, den „Kern“ eines Menschen direkt zu erfassen. Sie spu?ren direkt, welche Gefu?hle im Moment der Begegnung mit dem Pferd u?berwiegen. Das Pferd ermutigt den Klienten herauszufinden, was sein momentanes Lebensthema, seine persönliche Herausforderung, der nächste Schritt in seiner Entwicklung ist“, antwortet Franziska Müller, Reittherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit eigener Praxis in Potsdam. „Pferde öffnen Türen, die uns menschlichen Therapeuten oft verschlossen bleiben“, beschreibt Frau Müller ihre Arbeit mit den Pferden.
Lena war schon immer ein sensibles Kind. Ihre Ängste und psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen nahmen immer mehr zu. Durch die verschiedenen Aktivitäten mit dem Pferd bekommt Lena die Möglichkeit, ihre Wahrnehmung zu schulen. Beim Putzen tastet sie sich langsam an die verschiedenen Materialien und an das Pferd heran. Sie spürt die Bewegungen und den warmen Atem des Pferdes. Berührungen, die ihr am Anfang noch unangenehm waren, fallen ihr nach wenigen Therapieeinheiten immer leichter und sie mag sie mittlerweile so sehr, dass das Kuscheln mit ihrem Pferdepartner zum festen Bestandteil ihrer Stunde geworden ist. „Durch die Interventionen mit dem Pferd, die sowohl auf dem Boden als auch auf dem Pferderücken stattfinden, bekommt Lena die Möglichkeit, sich selbst besser wahrzunehmen, Vertrauen aufzubauen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln“, so Franziska Müller.
Auf die Frage, mit welchen Problemen Erwachsene eine pferdegestützte Therapie in Anspruch nehmen, antwortet Franziska Müller: „Gerade in den letzten Monaten kommen immer mehr Klienten, die an einem Burnout oder psychosomatischen Beschwerden leiden zu uns. Entspannung, eigene Bedürfnisse mitzuteilen, Grenzen zu setzen und eigene Stärken zu erkennen sind einige der Ziele, die mit Hilfe der Reittherapie erreicht werden können. Aber auch Menschen mit Angststörungen, Depressionen und geistigen Behinderungen gehören zu unserem festen Klientel.“




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