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Oettinger will Verhandlungen mit Russland in die Länge ziehen

News von LatestNews 1005 Tage zuvor (Redaktion)

Günther Oettinger
© Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde, Text: über dts Nachrichtenagentur
EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) hat ein härteres Vorgehen der Europäischen Union (EU) gegenüber der russischen Führung angemahnt und angekündigt, er werde die Verhandlungen über eine geplante weitere Gaspipeline von Russland in die EU in die Länge ziehen. "Unsere Gespräche über Pipelines wie South Stream beschleunige ich derzeit nicht", sagte Oettinger der "Welt". "Sie werden sich verzögern."

Er sieht die EU gerüstet für eine mögliche Zuspitzung des Konflikts mit Russland. "Ich rate von Warnrufen dringend ab", sagte Oettinger. Es drohe schon wegen des milden Winters kein Versorgungsengpass: "Wir hatten zwar im September 2013 weniger in den Gasspeichern als ein Jahr zuvor. Aber heute, Anfang März, haben wir mehr in den Speichern als ein Jahr zuvor, wegen des geringen Bedarfs an Gas und Strom", sagte der deutsche EU-Kommissar der Zeitung. Es gebe zudem keinerlei Anzeichen für eine Drosselung russischer Gasexporte, sagte Oettinger. "Wir haben verlässliche Daten für alle EU-Teilmärkte. Es gibt bisher keinerlei Unterbrechung der Gas-Lieferungen aus Russland und ich habe keinen Grund anzunehmen, dass die russischen Partner Unterbrechungen in ihre Überlegungen einbeziehen." Ein diesbezügliches "Frühwarnsystem" habe sich bewährt. "Sowohl ich als auch mein Pendant in Russland müssen zum Hörer greifen, wenn wir Lieferveränderungen bemerken, vermuten oder selbst einleiten wollen. Das hat in den letzten Jahren gut funktioniert." Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kamen im Jahr 2012 rund 39 Prozent der deutschen Erdgasimporte aus Russland. 35 Prozent kommen aus Norwegen und 27 Prozent aus den Niederlanden. Laut Oettinger fließen 14 Prozent des EU-Gasverbrauchs durch die Ukraine nach Europa. Beim Öl, für das Russland größter Lieferant der EU-Staaten ist, sieht Oettinger kaum Probleme. "Wir haben einen funktionierenden Weltmarkt für Öl, da ist maximal eine Verteuerung zu fürchten, aber keine Versorgungskrise", sagte er. Für vier Monate sei noch Öl vorrätig: "Wir haben für 126 Tage Öl in unseren europäischen Tanks."

© dts Nachrichtenagentur





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