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NRW-CDU-Chef fordert Debatte ohne Tabus zum Turbo-Abitur

News von LatestNews 990 Tage zuvor (Redaktion)

Schulhof
© über dts Nachrichtenagentur
Der CDU-Landeschef von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, hat Landesschulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) vor einem kompromisslosen Festhalten am "Turbo-Abitur" gewarnt und eine Debatte über das Abitur nach acht Jahren gefordert. "Öffnungen zu mehr Wahlfreiheit beim Gymnasium darf man nicht von vornherein abbügeln", sagte Laschet der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung Zeitung" (Montagausgabe). Man müsse die von zwei Elternverbänden in NRW gestartete Volksinitiative gegen die Beibehaltung der achtjährigen Gymnasialzeit (G8) "sehr ernst nehmen und dieses Thema nicht einfach ignorieren", so Laschet weiter.

Löhrmann hat für den Montag Fachverbände, Experten und Parteien zu einem "Runden Tisch" nach Düsseldorf eingeladen, um über die Schulzeitverkürzung zu diskutieren. Einer Forsa-Umfrage zufolge sprechen sich 76 Prozent der NRW-Bürger für eine Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) aus. Mehrere Bundesländer wollen das "Turbo-Abitur" wieder abschaffen. Die Bürgerinitiativen "Gib 8" und "G9 jetzt" beklagen auch in NRW Überlastung und Freizeitmangel der Heranwachsenden und wollen die Politik mit einer Volksinitiative zum Umdenken bewegen. Schulministerin Löhrmann hat sich bislang klar für ein Festhalten am G8 ausgesprochen und wähnte dabei die Mehrheit der Landtagsfraktionen, Lehrer-, Kommunal- und Wirtschaftsverbände hinter sich. Der "Runde Tisch" sollte lediglich der Vergewisserung dieser Position dienen und nach Ansätzen für eine "Entrümpelung" der Lehrpläne und organisatorische Verbesserungen suchen. CDU-Oppositionsführer Laschet erhöhte jedoch drei Wochen vor der Kommunalwahl den Reformdruck auf die Landesregierung und forderte eine Enttabuisierung der Debatte: "Es ist offensichtlich, dass Frau Löhrmann die Umsetzung des G8 vergeigt hat. Es gibt erhebliche Missstände und Umsetzungsschwierigkeiten, die Rot-Grün nicht in den Griff bekommt." Ein "Runder Tisch" löse die Probleme der vielen Eltern noch nicht.

© dts Nachrichtenagentur





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