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"News of the World"-Affäre: Britischer Premier Cameron unter Druck

News von LatestNews 1971 Tage zuvor (Redaktion)

Britischer Premierminister David Cameron
© UN / Eskinder Debebe, über dts Nachrichtenagentur
Der britische Premierminister David Cameron gerät in der Abhöraffäre um die mittlerweile eingestellte Boulevardzeitung "News of the World" zunehmend unter Druck. Zuletzt waren sowohl der Londoner Polizeichef Paul Stephenson als auch auch dessen Stellvertreter, John Yates, zurückgetreten. Der Scotland-Yard-Chef hatte erklärt, er wolle die Verantwortung für eine zu große Nachlässigkeit bei der Verfolgung illegaler Praktiken von Journalisten übernehmen.

Zugleich ließ er Cameron, der den ehemaligen Chefredakteur der Zeitung, Andy Coulson, drei Jahre lang als Regierungssprecher beschäftigt hatte, in einem schlechten Licht erscheinen. Stephenson, der im Oktober 2009 dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur des Blattes, Neil Wallis, einen Beratervertrag gegeben hatte, erklärte dazu am Sonntagabend: "Im Gegensatz zu Mister Coulson war Mister Wallis nicht bei der ‚News of the World’ zurück getreten." Zudem sei dem Polizeichef auch nicht bekannt gewesen, dass er mit der ursprünglichen Abhör-Ermittlung in irgendeiner Weise etwas zu tun hatte. Der Chefredakteur Coulson jedoch war im Rahmen der Ermittlungen von seinem Posten zurückgetreten und danach von Cameron als Sprecher eingesetzt worden. Die britische Option wirft dem Premier ein generell zu enges Verhältnis zum Medienmogul Rupert Murdoch vor und verlangt weitere Erklärungen. Am Mittwoch ist eine erneute Debatte im britischen Parlament angesetzt, für die Cameron vorzeitig von seiner Afrika-Reise zurückkehrt. Er wolle "noch einmal Stellung nehmen, das Haus auf den neuesten Stand der Ermittlungen bringen und Fragen beantworten, die heute oder morgen auftauchen", erklärte der Premierminister am Montag. Die Regierung werde alles für eine "rückhaltlose" Aufklärung und eine "ordentliche polizeiliche Untersuchung der Vorwürfe" unternehmen. Zudem sollen für die Zukunft "klare Spielregeln für mehr Transparenz" festgelegt werden.

© dts Nachrichtenagentur





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