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Netanjahu: Der Westen darf sich nicht von Irans neuem Präsidenten täuschen lassen

News von LatestNews 1238 Tage zuvor (Redaktion)

Israelischer Premierminister Benjamin Netanjahu
© über dts Nachrichtenagentur
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu warnt den Westen, sich vom neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani nicht täuschen zu lassen. "Man darf dem Iran nicht erlauben, dieses Spiel zu spielen", sagte Netanjahu der "Welt am Sonntag". Im Interview kündigt er zudem an, dass nicht mehr viel Zeit bleibe, bevor Israel sich gezwungen sähe, selbst gegen das Atomprogramm vorzugehen.

Rohani habe sich in der Vergangenheit gebrüstet, den Westen getäuscht zu haben, sagte Netanjahu. Und in Sachen Nuklearprogramm bestehe auch keine Differenz zum Kurs des Obersten Revolutionswächters Ali Khamenei. "Rohani hat keine andere Meinung als Khamenei, wenn es um Irans Bemühungen um Atomwaffen geht", sagte Netanjahu. Zudem treffe Revolutionswächter Khamenei und nicht Präsident Rohani alle wichtigen Entscheidungen zum iranischen Atomprogramm. Netanjahu warnte den Westen davor, sich von Rohanis umgänglicher Art täuschen zu lassen. "Sein Hauptkritikpunkt an seinem Vorgänger Ahmadinedschad war, dass dieser ein Wolf im Wolfspelz gewesen sei. Rohani sagte, man müsse jedoch ein Wolf im Schafspelz sein. Man muss lächeln und die Bombe bauen", sagte Netanjahu. Man solle Iran "an seinen Taten messen, nicht an seinem Lächeln". Selbst nach der Wahl Rohanis hätten die Iraner nicht nachgelassen in ihren Bemühungen, sich der Nuklearwaffenfähigkeit anzunähern. So habe der Iran nach der Wahl Rohanis seinen Weg zur Hochanreicherung von Uran fortgesetzt. Er fahre auch fort damit, moderne Zentrifugen zu installieren, die die Zeit bis zur Atomwaffenfähigkeit verkürzen könnten. Netanjahu wies auch darauf hin, dass nach der Wahl Rohanis sogar bekannt geworden sei, dass der Iran ballistische Interkontinentalraketen entwickeln würde, mit denen sie in wenigen Jahren die Vereinigten Staaten erreichen könnten. Netanjahu räumte zwar ein, dass der Iran noch nicht die rote Linie überschritten habe, die er selbst vor den Vereinten Nationen gesetzt hatte. Es werde aber "sehr spät", so Netanjahu. Und er drohte indirekt mit israelischen Militäraktionen: "Wir werden sicherstellen, dass es nicht zu spät sein wird."

© dts Nachrichtenagentur





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