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Die Limousine mit Chauffeur wird zur ernst zu nehmenden Konkurrenz für das gute alte Taxi. Immer mehr Geschäftsleute, Reisende und Partyhopper bestellen sich stattdessen eine schicke Limousine, die von einem höflichen, professionellen Fahrer gelenkt wird. Die Idee: Anstatt sich in überfüllte Busse und Bahnen zu drängen oder Zeit mit dem Warten auf ein Taxi zu vergeuden, bestellt der Fahrgast über Smartphone oder Internet das edles Gefährt samt Chauffeur, das ihn bequem und mit Stil ans Ziel bringt.

Mit der Limousine nicht nur zum Standesamt

Zwar bieten in Großstädten schon lange diverse Anbieter Mietwagen mit Fahrer an, doch deren Dienste verbinden die meisten bislang mit besonderen Anlässen. Brautpaare lassen sich im weißen Cadillac vom Standesamt zur Party chauffieren, ganze Flotten von schwarzen BMWs verschaffen den Wichtigen und Berühmten einen glamourösen Auftritt am roten Teppich von Filmfestivals und Modeschauen. Die neuen Internetportale machen die Limousine jetzt auch als Alternative für tägliche Fahrten von privaten Kunden, Geschäftsleuten und Hotelgästen interessant. Bestellung, Fahrpreis und Abrechnung koordinieren die Anbieter über das Internet, das heute, dank Smartphone, jederzeit und überall verfügbar ist. Das macht die Bestellung einfach und flexibel. Gepflegte Fahrzeuge, höfliche, geschulte Fahrer, kurze Vorbestellzeiten und diverse andere Dienstleistungen sollen die Limousine zur praktikablen Alternative zum Taxi machen.

Die Limousine kommt aus dem Internet

Im Wesentlichen teilen sich drei große Vermittler den rasch wachsenden Markt mit den luxuriösen Karossen. Der wichtigste ist die noch recht junge, aber rasant wachsende Blacklane GmbH aus Berlin. Das 2012 gegründete Unternehmen ist bereits in 130 Städten in 45 Ländern präsent. Einer der Investoren bei Blacklane ist der Unternehmer Carsten Maschmeyer. Durch die Beteiligung der Maschmeyer Group mit dem Unternehmen Alstin (Alternative Strategic Investments), hält dieser den größten Anteil. In einer neuen Finanzierungsrunde hat sich im Dezember 2013 die auf alternative Mobilitätskonzepte fokussierte Daimler-Tochter Daimler Mobility Services mit einem zweistelligen Millionenbetrag engagiert. Damit will Blacklane die Funktionalität des Portals weiter ausbauen und die weitere Expansion finanzieren.

Die Konkurrenz schläft nicht

Der wichtigste Konkurrent von Blacklane auf dem hiesigen Markt ist MyDriver, eine Gründung und Tochter des Autovermieters Sixt, bisher in 12 deutschen Metropolen präsent. Der dritte Anbieter ist der Pionier der Branche, das 2009 gegründete US-amerikanische Unternehmen Uber. Es baut seit Anfang 2013 sein Geschäft in Europa aus, ist in Deutschland bisher aber nur in Berlin und München aktiv. Besorgt beobachtet das Taxigewerbe die neue Konkurrenz. MyDriver wirbt sogar offensiv mit Tarifen, die kaum über üblichen Taxipreisen liegen. Darüber hinaus bieten die Limousinenportale einiges an zusätzlichem Service: Bequeme Buchung über das Internet, Bezahlung per Smartphone und übersichtliche Abrechnungs- und Rechnungsstellungsservices für Unternehmen. Alle drei sind erfolgreich gestartet. Sie überbieten sich mit glänzenden Zahlen und optimistischen Wachstumsprognosen. Derzeit spricht alles für die Zukunft des Geschäftsmodells. Zumindest die Unternehmen erwarten, dass demnächst weitere Kunden vom beigefarbenen in den schwarzen Daimler umsteigen.




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