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Mindestlohn: Gewerkschaft zu Zugeständnissen bereit

News von LatestNews 1109 Tage zuvor (Redaktion)

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© über dts Nachrichtenagentur
Nach dem Abschluss eines Mindestlohn-Tarifvertrags für die Fleischbranche ist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bereit, auch für das Bäckerhandwerk und das Gastgewerbe im nächsten Jahr noch Stundenlöhne unter 8,50 Euro zu akzeptieren. Voraussetzung für eine solche Vereinbarung sei aber, dass der Tarifabschluss "am Ende der Laufzeit deutlich über das Gesetz hinausgeht", sagte der stellvertretende NGG-Vorsitzende Claus-Harald Güster der "Frankfurter Rundschau" (Freitagsausgabe). Das Mindestlohngesetz, das am heutigen Freitag vom Bundesrat endgültig verabschiedet werden soll, sieht eine Übergangsfrist bis 2017 für die Anhebung des Mindestlohns auf 8,50 Euro vor, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen entsprechenden bundesweiten Tarifvertrag vereinbaren.

Güster erklärte, er sei grundsätzlich optimistisch, auch für die Beschäftigten im Gastgewerbe und in den Bäckereien eine solche Einigung hinzubekommen. Allerdings wisse er nicht, ob allen Arbeitgebern klar sei, dass die Zeit dränge: "Wir müssen vor dem Herbst fertig sein". Nur so könnten die Vereinbarungen bis zum Jahresende ins Entsendegesetz aufgenommen werden: "Danach kann keiner mehr ausbüxen." Dann gelte der generelle Mindestlohn von 8,50 Euro. Laut Güster hat die NGG in der vergangenen Woche ein erstes Gespräch mit den Regionalverbänden des Bäckerhandwerks geführt, das im August fortgesetzt werden soll, schreibt die Zeitung. Im Gastgewerbe, wo der Widerstand gegen den gesetzlichen Mindestlohn besonders hoch ist, wolle man am 20. Juli das nächste Mal verhandeln. Für die Fleischindustrie war bereits die stufenweise Anhebung eines Mindestlohns von 7,75 Euro zum 1. Juli auf 8,75 Euro Ende 2016 vereinbart worden. Wegen technischer Verzögerungen kann das Gesetz jedoch erst zum 1. August in Kraft treten. "Jeder Arbeitgeber in der Branche weiß seit Januar, dass der Mindestlohn kommt", sagte Güster der "Frankfurter Rundschau": "Wer den nicht ab dem 1. Juli zahlt, der verhält sich asozial."

© dts Nachrichtenagentur





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