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Merkel fordert vollständige Aufklärung der Neonazi-Mordserie

News von LatestNews 1841 Tage zuvor (Redaktion)

Angela Merkel
© dts Nachrichtenagentur
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die vollständige Aufklärung der zehn Morde verlangt, die mutmaßlich von Rechtsterroristen begangen worden sind. Zugleich mahnte die Kanzlerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden an. Merkel rief dazu auf, "Hass, Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus aus den Köpfen der Menschen herauszubekommen".

"Wir nehmen diese menschenverachtenden Gedanken nicht hin. Und deshalb werden wir immer ganz klar sagen: Wir stellen dagegen Menschlichkeit, die Würde des Menschen und den Rechtsstaat", so die Regierungschefin. "Diese Verbrechen sind eine Schande für unser Land", betont die Bundeskanzlerin erneut. "Alle Indizien sprechen dafür, dass diese Morde von Fanatikern, von Neonazis begangen wurden. Auch ein fürchterlicher Bombenanschlag in Köln geht vermutlich auf das Konto dieser Fanatiker." Ihre ersten Gedanken gingen zu den Angehörigen der Opfer. Sie hätten nicht nur den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften, sondern jahrelang in Ungewissheit leben müssen. "Nicht nur die Familien, sondern wir alle wollen wissen, wer die Täter sind, ob es Mitwisser gab, wie die Dinge zusammenhängen", sagt Merkel. "Deshalb werden wir nicht ruhen, bis wir diese Taten aufgeklärt haben." Es mache sie nachdenklich, dass die Suche nach den Tätern jahrelang erfolglos geblieben sei, so die Bundeskanzlerin. "Hätte etwas anders laufen müssen? Was könnte besser gemacht werden?" Es sei wichtig, dass Bund und Länder jetzt darüber im Gespräch seien. "Ich möchte nie wieder, dass ein Geheimdienst Vollzugsbefugnisse bekommt. Aber informieren müssen sich die Behörden natürlich untereinander. Hier werden wir genau hinschauen, ob wir etwas aus den Vorgängen lernen müssen." Nachdenklich machten sie die Taten auch, so Merkel, weil "wir die Ideologie des Hasses aus manchen Köpfen noch nicht herausbekommen haben". Hier stünden alle in der Verantwortung, sie als Bundeskanzlerin ganz besonders. "Wir müssen es schaffen als Bundesregierung ist dies unsere Aufgabe , Hass, Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus aus den Köpfen der Menschen herauszubekommen. Wir dürfen nicht ruhen, bevor uns dies gelungen ist. Und deshalb möchte ich all denen danken, die den Mut haben, sich in unserem Land genau dafür einzusetzen", so Merkel.

© dts Nachrichtenagentur





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