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Merkel erwartet schwierige Gespräche zum Klimaschutz

News von LatestNews 1773 Tage zuvor (Redaktion)

Dschungel in Australien
© über dts Nachrichtenagentur
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet beim G-7-Gipfel in Elmau schwierige Gespräche zum Klimaschutz. "Die Verhandlungen werden nicht einfacher als in Heiligendamm", sagte sie im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Deutschland und Frankreich wollten sich bemühen, auf dem Gipfel in Elmau "möglichst viele Zusagen von den G-7-Ländern jetzt schon zu bekommen", sagte die Kanzlerin.

"Aber noch herrscht keine Einigkeit." In Heiligendamm hatten sich die G-7-Staaten 2007 erst nach zähen Verhandlungen auf ein Kapitel zum Klimaschutz verständigen können. In Elmau sollen sie unter anderem dem Ziel zustimmen, die Weltwirtschaft im Laufe dieses Jahrhunderts zu "dekarbonisieren", also klimaneutral zu gestalten. Der G-7-Gipfel findet wenige Monate vor einem entscheidenden Klimagipfel in Paris statt. Dort soll erstmals ein Klimavertrag entstehen, auf dessen Basis sich auch die Schwellenländer zu Emissionsminderungen verpflichten. Merkel zeigte sich optimistisch, dass das gelingen kann - nicht zuletzt wegen der Zusage Chinas, seine Emissionen binnen 15 Jahren zu senken. "Wenn sie mich vor fünf Jahren gefragt hätten, ob China zu erklären bereit ist, dass es ab 2030 seine Emissionen reduziert, hätte ich das für schwer möglich gehalten", sagte Merkel. Damit sei der Einstieg auch der Schwellen- und Entwicklungsländer gegeben. "Nun müssen wir sicherstellen, dass es auch eine Kontrolle gibt." Zum Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), das deutsche Klimaziel durch einen zusätzlichen Beitrag älterer Braunkohlekraftwerke zu erreichen, äußerte sich Merkel zurückhaltend. "Wirtschaftsminister Gabriel und ich sind uns einig, dass Deutschland seine Klimaziele erreichen muss - und zwar ohne, dass in bestimmten Regionen ein massiver Verlust an Arbeitsplätzen eintritt", sagte sie. Um die Ziele zu erreichen, "haben alle einen Beitrag zu leisten, beileibe nicht nur im Bereich der Braunkohle".

© dts Nachrichtenagentur



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