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Die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der modernen Kommunikationsnetze standen im Fokus der internationalen Fachtagung „Kommunikationskabelnetze 2010“, zu der die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (ITG) internationale Experten nach Köln eingeladen hatte. Dabei zog sich das Thema FTTH wie ein roter Faden durch den Reigen der Vorträge.
Der Ausbau von FTTH (fiber to the home)- und FTTB (fiber to the building)-Netzen hat in Deutschland in den letzten zwei Jahren einen beachtlichen Schub erhalten. „Die Grundherausforderung ist das Erreichen eines soliden Business Case“, verdeutlichte Michael Marti von der in Bern ansässigen Keymile AG vor den Experten des VDE anlässlich der Fachtagung. Die richtige, auf den Business Case abgestimmte Wahl von Netzarchitektur und – komponenten sei eine der zentralen Entscheidungen, die der Betreiber beim Netzausbau treffen müsse.
Aufgrund der besonderen Stärken in den Bereichen Flexibilität, Sicherheit und symmetrische Bandbreitennutzung gilt Active Ethernet heute in Westeuropa als die bevorzugte Technologie für FTTH-Netze. Nach Angaben von Marti bietet der Einsatz von Ethernet Point-to-Point in FTTH-Netzen für die Endkunden entscheidende Vorteile. Aufgrund des etwas höheren Platz- und Energiebedarfs werde Ethernet Point-to-Point bisher aber nur eingeschränkt in Gebieten mit hoher Teilnehmerdichte eingesetzt. Eine neue Generation von optischen Multi-Service Access Nodes (MSAN) biete inzwischen Lösungen für Ethernet Point-to-Point an, die in Bezug auf Portdichte, Energieverbrauch und Funktionalität für das Privatkundengeschäft optimiert seien.
Leistungsfähige Software als Werkzeug für die Umsetzung
„Alle bereits geplanten und in der Realisierung befindlichen FTTH- und FTTB-Netze unterscheiden sich in ihrer Bauart und in der detaillierten Struktur des Verteilnetzes“, machte Gert Reuther von der Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH in Chemnitz deutlich. Eine der aktuellen Herausforderungen sei es, die erforderlichen und nützlichen Bestandsdaten in ihren vielfältigen Formaten zusammenzufassen und auf einer Arbeitsoberfläche zur Planung bereit zu stellen.
Allein die Menge an vorhandenen Geoinformationen, topographischen Daten und vorhandene Infrastrukturdaten könnten in den meisten Fällen noch mit leistungsfähigen Geo-Informationssystemen (GIS) verarbeitet werden, konkretisierte Reuther. An diese Voraussetzungen knüpfe eine vollwertige Planungssoftware an.
Smart Grid Netze als neue Chance für FTTH
Gerd Filthaut von der Nexan Deutschland GmbH in Mönchengladbach verwies in seinem Vortrag auf das „Hinzufügen von Intelligenz“ beim Ausbau der der Stromnetze. Stromnetzbetreiber erhielten durch FTTH die Chance, quasi nebenbei zum Anbieter für neue Breitbanddienste zu werden. Hierfür gebe es diverse Geschäftsmodelle – angefangen vom Vermieten der LWL-Kabel bis hin zum eigenen Triple-play-Service.
Die Experten seien sich einig, so Filthaut, dass „Smart Grid“ weitaus mehr bedeute als als nur die Vernetzung von Systemen zur automatisierten Fernablesung elektronischer Zähler. Vielmehr würden moderne Kommunikationssysteme einen Informationsaustausch eröffnen, der auch das Monitoring, sowie die Kontrolle und Wartung in Echtzeit ermöglichten. Energiekunden werden in diesem Szenario zu aktiven Netzteilnehmern, indem sie sowohl Stromverbrauchsdaten liefern, selber Energie ins Netz einspeisen, oder aber ein tarif- und lastabhängiges Energiemanagementsystem betreiben.




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