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Machtkampf bei Media-Saturn: Firmengründer Kellerhals stellt weitere Zusammenarbeit mit Metro in Frage

News von LatestNews 1675 Tage zuvor (Redaktion)
Im Kampf um die Macht bei Media-Saturn fährt Firmengründer Erich Kellerhals schweres Geschütz gegen die Metro auf: Er stellt die weitere Zusammenarbeit mit dem Handelskonzern in Frage. "Wenn der Streit nicht beigelegt werden kann, müssen wir vielleicht über neue Gesellschafter nachdenken", sagte Kellerhals in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Zugleich zweifelt er den Metro-Vorstandschef und früheren Finanzvorstand Olaf Koch an.

"Ich fordere seit langer Zeit einen Handelsmann an der Spitze der Metro. Es reicht nicht, einfach nur Finanzpakete hin und her zu schicken", erklärte Kellerhals. "Man muss wissen, wie der Handel tickt." Seit einiger Zeit versucht der Metro-Konzern, Kellerhals vor Gericht eine Sperrminorität streitig zu machen, die es ihm mit seinen knapp 22 Prozent der Anteile ermöglicht, Entscheidungen des Mehrheitsgesellschafters Metro bei Media-Saturn zu verhindern. Am Dienstag treffen sich die Kontrahenten vor einem Schiedsgericht. Kellerhals nennt das Metro-Verhalten ihm gegenüber "unmoralisch". Metro verhalte sich "wie ein Elefant, der aus dem Porzellanladen kommt und sagt: `Die Teller hatten alle schon vorher einen Sprung.`" Mit dem Management des Handelskonzerns kann Kellerhals wenig anfangen. "Die Metro plant etwas, macht eine schöne Presseerklärung und schaut, dass der Börsenkurs hoch geht. Klappt es nicht, verabschieden sich die Vorstände oder sie werden verabschiedet. Ich habe jetzt schon sieben Metro-Vorstände erlebt", beklagt sich Kellerhals. "Die Vorstände haben mitunter wilde Ideen, schließlich brauchen sie in den drei oder fünf Jahren ihrer Vertragslaufzeit Erfolge." Er verfolge hingegen eine andere Strategie: "Ich kalkuliere erst genau und handele dann." Einer geplanten Expansion von Media-Saturn in China steht Kellerhals skeptisch gegenüber. "Ich rate zur Vorsicht", sagte er. Frühere Pläne, dort in fünf Jahren 1.000 Media-Märkte zu eröffnen, lehnt er als "Harakiri" ab.

© dts Nachrichtenagentur





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