Anmelden

Benutzername:

Passwort:

Merken

Leutheusser-Schnarrenberger: Googles Transparenzbericht ist völlig ungenügend

News von LatestNews 165 Tage zuvor (Redaktion)

Google-Nutzer am Computer
© über dts Nachrichtenagentur
Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat den Suchmaschinenkonzern Google kritisiert. In der Umsetzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), vom Mai 2014, das ein "Recht auf Vergessen" festgestellt wurde, arbeite Google nicht offen genug. "Googles Transparenzbericht ist völlig ungenügend", sagte die FDP-Politikerin der "Welt am Sonntag".

Leutheusser-Schnarrenberger war Mitglied eines von Google eingesetzten Beirats. Dieses mit internationalen Experten besetzte Gremium hatte den Konzern bei der Umsetzung des EuGH-Urteils beraten. Das "Recht auf Vergessen" ermöglicht EU-Bürgern, Suchmaschinen-Links zu Inhalten im Netz zensieren zu lassen, wenn sie dafür berechtige Gründe vorbringen. Beispiele sind Berichte über lange zurückliegende Straftaten oder frühere politische Aussagen, von denen sich jemand heute distanziert. Bisher wurden insgesamt 66.000 Anträge auf die Entfernung von Suchmaschinen-Links auf der deutschen Google-Seite gestellt. Google selbst entscheidet über die Anträge. Nötig wäre es aus Sicht Leutheusser-Schnarrenbergers, eine detaillierte anonymisierte Auswertung der Entscheidungen Googles zu veröffentlichen, inklusive einer Gewichtung der Gründe. Auf diese Empfehlung habe sie seitens des US-Unternehmens keine Antwort bekommen. Bei Google hält man den Prozess indes für gut eingespielt und transparent. Mit der Bearbeitung der Anträge sollen nach inoffiziellen Angaben über hundert Mitarbeiter beschäftigt sein. Von kommender Woche an setzt Google zudem ein sogenanntes Geoblocking-Verfahren ein. Sucht eine Person künftig von Europa aus auf der amerikanischen Seite google.com, werden gelöschte Links anders als bisher auch dort nicht mehr ausgespielt. Allerdings werden beispielsweise deutsche Nutzer über google.com weiterhin Suchergebnisse sehen können, die in Frankreich zensiert sind - und umgekehrt. Leutheusser-Schnarrenberger nennt das Geoblocking "ein Entgegenkommen von Google". Als einen "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet auch der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, die neue Regelung. Bürger, die sich über eine Entscheidung von Google zum "Recht auf Vergessen" beschweren wollen, müssen sich an diese Dienststelle wenden. Bisher seien 486 solcher Beschwerden eingegangen, berichtet die Zeitung.

© dts Nachrichtenagentur





Wählen : 1 vote Kategorie : Wirtschaft

oder registrieren hier.

Anzeige

Aktuelle Nachrichten

Preise steigen im Juli um
Die Inflationsrate in Deutschland beträgt im Juli 2016 im Vergleich zum Juli 2015 voraussichtlich 0,4 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen a ...

Merkel fühlt keine Anzeic
Bundeskanzlerin Angela Merkel fühlt nach eigenen Angaben noch keine Anzeichen von Erschöpfung. Stattdessen spüre sie eher die Herausforderung. Natürlich gebe es derzeit viel zu tun, aber von "Ersc ...

Inflationsrate im Juli bei
Die Inflationsrate in Deutschland wird im Juli 2016 voraussichtlich 0,4 Prozent betragen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kü ...

Terrorabwehrzentrum nimmt
Die Gruppierung "Identitäre Bewegung" (IB) ist ins Visier der Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder geraten. Die Gruppierung sei "bereits mehrfach Gegenstand von Erörterungen im Gemeinsame ...

Merkel: Werden alles tun,
Die dts Nachrichtenagentur in Halle/Saale verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Berlin: Merkel: Werden alles tun, um barbarische Anschläge aufzuklären. Die Redaktion bearbeitet das Thema berei ...

Merkel verurteilt Anschlä
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf ihrer vorverlegten Sommerpressekonferenz am Donnerstag in Berlin die Ereignisse in Ansbach und München als "islamistischen Terror" bezeichnet - und angekündigt, ...

Bauernverband begrüßt Ru
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Russland-Initiative von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) begrüßt. DBV-Präsident Joachim Rukwied sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ...

DAX auch am Mittag kaum ve
Die Börse in Frankfurt hat am Donnerstagmittag zunächst kaum Kursveränderungen verzeichnet: Kurz vor 12:30 Uhr wurde der Deutsche Aktienindex mit 10.312,07 Punkten berechnet. Dies entspricht einem ...

NRW-Justizminister will As
NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) befürwortet eine Überprüfung, ob "ein verschärftes Asyl- und Aufenthaltsrecht" sinnvoll wäre, um weitere Anschläge zu verhindern. "Die erschütternden E ...

SPD-Linke für rot-rot-gr
Hilde Mattheis, Sprecherin des Forums Demokratische Linke in der SPD, hat für eine rot-rot-grüne Koalition geworben. "Wir brauchen eine Perspektive, dass es auch anders als in der Großen Koalition ...

Bericht: Evangelische Land
Seit 2014 sind mindestens 2.000 vormals muslimische Flüchtlinge in Deutschland einer evangelischen oder evangelikalen Kirche beigetreten. Das berichtet die "Welt". Bei diesen Konvertiten handele es s ...

NRW: Zahl der Wohnungseinb
In Nordrhein-Westfalen hat die Zahl der Wohnungseinbrüche zugenommen. Das berichtet die "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf die polizeiliche Kriminalstatistik. Demnach wurden im ...

US-Wahlkampf: Steinmeier w
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich besorgt über Donald Trump, den US-Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, geäußert. "Dass ein Präsidentschaftskandidat Trump der g ...


prev next

Anzeige



 

Impressum  •  Copyright 2010 Kledy.de  •  RSS Feeds  •