
Renate Künast (Grüne)
© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde, über dts Nachrichtenagentur
"Dafür müsste sich Frau Aigner einsetzen." Eine solche Positivliste würde nachher die ganze Kontrolle der Abläufe und der Beimischung vereinfachen. Aber: "Seit bestimmt zehn Jahren zieren die sich wie eine Zicke am Strick und wollen aufgrund des Drucks der Futtermittelindustrie, die möglichst billige Inhaltsstoffe haben will, sich nicht bewegen." So wie man die Lebensmittelindustrie auf den richtigen Weg bringen müsse, so notwendig sei auch die gesetzliche Trennung von Unternehmen, die im Bereich Lebensmittel und mit der Herstellung technischer Fette tätig seien. Künast erinnerte Aigner an "das schöne deutsche Sprichwort: "never miss a good crisis", also, man soll das Gute, das in einer Krise steckt, nicht verplempern". Im Lebensmittelbereich habe es "noch nie so viele strukturelle Probleme" gegeben, also müsse man die Gelegenheit beim Schopfe fassen, um notwendige gesetzliche Regelungen wie eben die Positivliste durchzusetzen. Zum anderen "erwarte ich von einer Ministerin, dass sie dann auch akutes Krisenmanagement macht", mahnte Künast. Es wäre richtig gewesen, sofort nach dem Auftauchen alle zusammenzurufen und den Ländern behilflich zu sein, um aufzuklären.
© dts Nachrichtenagentur