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Kroatiens Botschafter kündigt weiteren Kampf gegen Korruption an

News von LatestNews 1424 Tage zuvor (Redaktion)
Kroatien will auch nach dem EU-Beitritt im Juli weiter gegen die Korruption im eigenen Land kämpfen. Der "Kampf um mehr Transparenz und Effizienz" gehe weiter, kündigte Kroatiens Botschafter in Deutschland, Miro Kovac, in einem Interview der "Bild-Zeitung" (Samstagausgabe) an. "Ich kann verstehen, dass es hier und da Bedenken gibt, gerade wegen der jüngsten Erfahrungen in der EU", sagte der Botschafter in dem "Bild"-Interview.

Aber Kroatien habe die Korruptionsbekämpfung ernst genommen. "Wir haben den bisher härtesten Beitrittsprozess durchlaufen. Uns wurde bescheinigt, dass wir beitrittsreif sind und hart gearbeitet haben, auch um die Korruption zu bekämpfen." Sein Land werde die Bemühungen fortsetzen. "Das will nicht nur die kroatische Politik, das erwarten auch die kroatischen Bürger." Seinem Land werde der EU-Beitritt trotz der aktuellen Probleme in der EU "gut tun", sagte Kovac weiter. "Die Kroaten freuen sich, Teil eines Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu sein." Vor 20 Jahren seien die Kroaten EU-Enthusiasten gewesen, "mittlerweile sind wir EU-Realisten". Auch einen späteren Beitritt zur Euro-Währung schloss Kovac nicht aus. Nach den EU-Verträgen müsse ein Land dem Euro beitreten, wenn es die Kriterien dafür erfüllt. "Wenn es so weit ist, werden wir das anstreben. Aber alles hat seine Zeit." Kovac wies Befürchtungen zurück, dass Kroatien in großem Umfang EU-Fördergelder in Anspruch nehmen werde. "Der EU-Beitritt heißt für uns nicht, wir kommen jetzt ins Schlaraffenland." Sein Land werde zwar Anspruch auf EU-Gelder haben, z.B. für die Bereiche Umwelt und Verkehrsnetze. "Aber die Befürchtung, dass wir gigantische Summen von EU-Geldern abrufen, ist unbegründet." Kroatien habe "schon viele Leistungen selbst erbracht, wie z.B. den Ausbau der Autobahnen, wovon sich gerade die vielen deutschen Urlauber in Kroatien jahraus jahrein überzeugen können". Der Botschafter rechnet auch nicht damit, dass es nach einem EU-Beitritt zu einer Auswanderungswelle nach Deutschland komme. "Wir rechnen nicht damit, dass viele Kroaten ihr Land verlassen, um in Deutschland zu arbeiten", sagte Kovac. "Das liegt auch daran, dass wir kein Billiglohn-Land sind. Außerdem genießen die Kroaten seit Langem Reisefreiheit innerhalb der EU."

© dts Nachrichtenagentur





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