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Kriminalbeamte sehen Arbeit der Nachrichtendienste gefährdet

News von LatestNews 745 Tage zuvor (Redaktion)

Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz
© über dts Nachrichtenagentur
Der Vize-Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, hat vor den Folgen der Debatte um die umstrittenen Äußerungen von Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen zu den Ausschreitungen in Chemnitz gewarnt. "Hier entzündet sich gerade eine politische Diskussion um den Präsidenten, die auf die gute Arbeit der Nachrichtendienste auszustrahlen droht. Davor sollten wir uns hüten", sagte Fiedler dem "Handelsblatt".

Angesichts solcher Debatten dürfe nicht vergessen werden, "dass sowohl das Bundesamt für Verfassungsschutz als auch die Landesämter wichtige Arbeit für unsere Sicherheit leisten und schon viel Schaden von uns abgewendet haben". Mit Blick auf die Vorwürfe gegen Maaßen, der die Authentizität eines Videos von einem Übergriff auf Ausländer in Chemnitz angezweifelt hatte, sagte Fiedler, die Frage nach der Echtheit des Videos müsse aufgeklärt werden, er könne sie nicht beurteilen. "Ich kann nur ganz grundsätzlich sagen, dass ich von Herrn Dr. Maaßen stets den Eindruck hatte, dass er sich mit großem Herzblut und äußerst professionell für den Schutz der Bevölkerung sowie der Wirtschaft engagiert hat." Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach teilt die Sorge der Kriminalbeamten-Gewerkschaft. "Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Bedenken von Herrn Fiedler ernst nehmen", sagte der frühere Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses dem "Handelsblatt". "Ich hoffe inständig, dass sich das Bundesamt möglichst rasch wieder mit ganzer Kraft seinen eigentlichen Aufgaben widmen kann und sich nicht länger fragen muss: Hat der Chef noch das Vertrauen der Regierung oder nicht?" Bosbach kennt Maaßen, wie er sagte, seit knapp 20 Jahren. In dieser Zeit habe er ihn als "besonders engagiert und hochkompetent" kennengelernt. Er habe zwar "gelegentlich seinen eigenen Kopf und sagt, was Sache ist, ohne sich vorher bei allen möglichen Instanzen zu vergewissern, ob er das auch sagen darf". Aber das sei ihm "nicht unsympathisch", so Bosbach.

© dts Nachrichtenagentur



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