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Kraft stärkt Steinbrück den Rücken

News von LatestNews 1240 Tage zuvor (Redaktion)

Peer Steinbrück
© über dts Nachrichtenagentur
Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Hannelore Kraft, stärkt Peer Steinbrück den Rücken. Trotz der enttäuschenden Umfragewerte für ihn und die SPD rät sie dem Kanzlerkandidaten, so zu "bleiben, wie er ist". In einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" erklärte sie, Steinbrück habe "Ecken und Kanten, und das mögen die Menschen auch an ihm."

Sie sei sich ganz sicher: "Er kann Kanzler." Innerparteilichen Kritikern erteilt sie eine klare Absage. Jetzt beginne die heiße Phase des Wahlkampfes. "Und da kann nur eines gelten: Der Spitzenkandidat hat das Sagen! Punkt. Ohne Wenn und Aber." Dass der Auftakt von Steinbrücks Kandidatur "nicht gut war", gesteht Kraft ein – plädiert aber zugleich für mehr Nachsicht im Umgang mit Politikern: "Wir alle machen Fehler, mein Gott, wir sind Menschen, keine Maschinen, die Politik roboterhaft abspulen." Dass heutzutage "jeder Halbsatz an den Pranger gestellt" werde, sei nicht gut für die Demokratie: "Und ich verteidige hier nicht nur Peer Steinbrück, ich sehe das so ähnlich bei Guttenberg, bei Wulff, bei etlichen mehr." Die öffentliche Debatte über den SPD-Kanzlerkandidaten habe zur Verunsicherung in der Partei geführt. Inzwischen erlebe sie aber immer mehr, "dass die, die meiner Partei nahestehen oder gar Mitglied sind, sich hinter Steinbrück versammeln und ganz klar sagen: Er ist der bessere Kanzler." Kraft rät zudem zur Gelassenheit bei schlechten Umfrageergebnissen und erinnert an ihre Wahl zur Ministerpräsidentin 2010: "Niemand hat uns eine Chance gegeben. Ministerpräsident Rüttgers lag vier Monate vor der Wahl bei 51 Prozent Zustimmung, ich bei 38. Aber wir haben an uns geglaubt, wir haben nicht aufgegeben." Wie schon bei den Wahlen in NRW ist sie gegen den Ausschluss von Koalitionen. "Ich halte nichts von Ausschließeritis. Wir wollen Rot-Grün, sonst nichts. Die Große Koalition will keiner. Wenn am Wahlabend die Prozentzahlen feststehen, muss man sehen, was nicht allein rechnerisch, sondern vor allem inhaltlich möglich ist."

© dts Nachrichtenagentur





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