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Schauen wir uns heute auf deutschen Straßen um, so sehen wir nur noch sehr wenige "Rostlauben" im eigentliche Sinn, also mit erheblichen Rostschäden, herumfahren. Dass dem so ist, dafür sorgte in den den 80er Jahren die Erfindung der Vollverzinkung von Autos, wo Autos am Werk mit einer feinen Schicht Zink überzogen werden. Diese Zink-Schicht allerdings ist kein Freibrief für Autobesitzer, Schäden im Lack zu ignorieren. Werden zunächst kleine Schäden, wie sie zum Beispiel durch Rollsplit entstehen können, nicht sofort repariert, werden die Rostlöcher mit der Zeit immer größer und der Schutz ist nicht mehr gegeben. Als Korrosion kann man laienhaft die Entstehung von Rost bezeichnen. Nimmt man es ganz genau, entsteht bei der Korrosion eine Oxidschicht, die eine Verbindung mit der Karosserie und Sauerstoff eingeht, es entsteht sichtbar also Rost. Rostfraß ist daher bei allen Autobesitzern gefürchtet und mindert den Wert des Fahrzeuges erheblich.

Zu einer verzinkten Karosserie kommt man mit vier verschiedenen, möglichen Verfahren: Der Feuerverzinkung, der galvanische Verzinkung, der Diffusionsverzinkung und der mechanische Verzinkung, wobei jedes Verfahren seine ganze eigenen Besonderheiten hat. 

Die Feuerverzinkung ist ein langlebiger Schutz vor Korrosion. Hierbei wird das Blech mit einer beständigen Schicht Zink überzogen, die Karosserie ist hierfür im Vorfeld entsprechend vorzubereiten. Bei der galvanische Verzinkung erfolgt die Beschichtung mit Zink elektrolytisch. Besonders hierbei ist neben dem langen Korrosionsschutz auch die Tatsache, dass hierbei auf das Aussehen des Fahrzeuges geachtet wird, denn die verzinkten Flächen werden noch mit Chrom überzogen. Der Kunde allein entscheidet, wie dick die Schicht sein soll. Ein weiterer Vorteil: Dieses Verfahren ist äußerst preiswert.
Auch unter dem Namen Sherardisieren bekannt ist die Diffusionsverzinkung, ein seit über 100 Jahren erfolgreich gegen Korrosion angewandtes Verfahren. Hier ist die Oberfläche hinterher spürbar härter, die Schutzschicht kann in ihrer Dicke variieren und die Wasserstoffversprödung im Grunde nicht möglich. Mit Hilfe von Sauerstoff wird hierbei unter extremer Hitze die Behandlung durchgeführt.
Mit Glaskugeln und Promotorzusätzen wird bei der mechanische Verzinkung Zinkpulver auf das Blech aufgebracht. Diese Pulver kann ohne Zufuhr von Wärme aufgebracht werden. Hinterher kann die beschädigte Fläche wie gewohnt bearbeitet werden. 

Was aber sind die Vorteile von vielfältige Verzinkungsmöglichkeiten ? Erstmal ist Zink preiswert und auch während der Produktion ungiftig. Zudem haftet es gut auf Eisen und bei der Verzinkung entsteht eine harte Legierung. Außerdem kann Zink auch auf kleinem Raum Teile aus Metall schützen, beispielsweise Schnittkanten. Trotz allem ist eine voll verzinkte Autokarosserien kein Garant für einen kompletten Korrosionschutz. Kleinere Schäden geben der Korrosion immer eine Angriffsfläche. Um diesem vorzubeugen, werden beispielsweise Schweißstellen mit Wachs behandelt. Hierdurch kann hinterher keine Luft mehr eindringen.

Für Korrosion besonders gefährdet sind Schadstellen am Unterboden, umso mehr im Winter, wenn Streusalz mit diesen Stellen in Kontakt kommt und sich unbemerkt durch das Blech "fressen". Je länger man wartet, je größer wird der Schaden von Tag zu Tag.




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