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Konjunkturexperte: Deutsche Wirtschaft wächst viel stärker als gedacht

News von LatestNews 1261 Tage zuvor (Redaktion)

Bauarbeiter
© über dts Nachrichtenagentur
Die deutsche Wirtschaft könnte in den letzten zwei Jahren deutlich stärker gewachsen sein als es die bisherigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Diese Ansicht vertritt der Chef des Forschungsinstituts Kiel Economics, Carsten-Patrick Meier, im "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Das ausgewiesene Bruttoinlandsprodukt ist einfach zu niedrig", meint Meier, der für 2011 ein Wachstum von drei statt – wie vom Wiesbadener Amt berechnet - vier Prozent für plausibel hält und für 2012 eher 1,5 bis zwei Prozent statt 0,7 ansetzen würde.

Der renommierte Konjunkturforscher, dessen Unternehmen an der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute beteiligt ist, geht davon aus, dass das Statistische Bundesamt die Wachstumszahlen bei den nächsten Datenrevisionen nach oben korrigieren wird. Träfe das zu, dürfte das Bruttoinlandsprodukt gut 50 Milliarden Euro höher sein als bisher vermutet. Meiers Begründung: Der Arbeitsmarkt habe sich zuletzt so stark entwickelt, dass die schwache veranschlagte Wachstumsrate für das Jahr 2012 unplausibel sei. "Die Zahl der Beschäftigten kletterte 2012 auf neue Höhen – und legte selbst im schwachen Winter noch zu", meint Meier. Hinzu komme: Auch die Stimmungsindikatoren – wie etwa der Ifo-Geschäftsklimaindex – hätten sich auf einem Niveau befunden, das sonst nur in Boomjahren zu verzeichnen sei. Zugleich seien die Steuereinnahmen viel höher gewesen als man in Jahren mit nahezu stagnierender Wirtschaft erwarten könnte. Dass das Statistische Bundesamt die Wachstumszahlen nachträglich ändert, ist keine Seltenheit – zumal viele Detailstatistiken erst mit einigen Monaten Verzögerung vorliegen. Für das Jahr 2010 etwa wurde zunächst ein Wachstum von 3,6 gemeldet, das später auf 4,2 Prozent nach oben revidiert wurde. Die nächste Revision der Zahlen für 2011 steht im August an, wenn Daten zu den Umsatzsteuerzahlungen der Unternehmen vorliegen.

© dts Nachrichtenagentur





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